Deutschland auf Wachstumskurs: Merz plant Maßnahmenpaket zur Wirtschaftsstärkung
Bundeskanzler Friedrich Merz hat ehrgeizige Pläne für das Jahr 2026: Es soll ein Jahr des Aufschwungs und Wachstums werden. Der Vorsitzende der CDU äußerte nach einem Treffen von Parteigremien in Berlin, dass die deutsche Wirtschaft noch nicht in Schwung gekommen sei. Der Fokus liege darauf, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, indem Unternehmen wettbewerbsfähiger werden, Produktivitätssteigerungen angestrebt und Kostensenkungen in den Bereichen Steuern, Energie, Bürokratie und Arbeitskosten umgesetzt werden.
Ein zentraler Punkt der Union ist die vorgezogene Absenkung der Körperschaftsteuer, sofern dies die finanzielle Lage von Bund und Ländern erlaubt. Zusätzlich wird eine Verringerung der Stromsteuer für alle gefordert, nachdem die bestehende Senkung lediglich auf die Industrie beschränkt ist und in mittelständischen Kreisen auf Kritik gestoßen ist. Weiterhin peilt die CDU flexiblere Arbeitszeitregelungen an, indem man eine wöchentliche Höchstarbeitszeit einführen will, was auf Widerstand von Gewerkschaften trifft.
Deutschland konnte 2025 nur knapp eine dreijährige Phase ohne wirtschaftliches Wachstum vermeiden. Das vergangene Jahr verzeichnete mit 0,2 Prozent lediglich ein minimales Wachstum. Für 2026 wird ein Schub durch staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung erwartet, wenngleich viele Ökonomen einen deutlichen Aufschwung skeptisch sehen.
Merz weist auf 'vorsichtige Anzeichen' einer Erholung hin, wie etwa die zunehmende Zahl von Start-up-Gründungen und steigende Auftragseingänge. Dennoch gibt es in der Industrie besorgniserregende Entwicklungen wie hohe Insolvenzzahlen. Die Wiedererlangung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit hat oberste Priorität. Auch wenn bereits Maßnahmen eingeleitet wurden, gibt es nach Aussage von Merz noch viel zu tun.

