Deutscher Flugverkehr im Aufwind: Pasagierzuwachs und Herausforderungen im Fokus

Die deutschen Flughäfen freuen sich auf ein bedeutendes Passagierwachstum im neuen Jahr. Der Branchenverband ADV prognostiziert einen Anstieg von 4,2 Prozent, was 225 Millionen Fluggästen entsprechen könnte und damit fast auf dem Niveau des weltweiten Wachstums von 4,4 Prozent liegt. Besonders gefragt sind Flüge zu europäischen Destinationen, bei denen ein Anstieg von 5,2 Prozent erwartet wird, unterstützt durch Ankündigungen von Reiseveranstaltern. Auf Langstrecken rechnet man mit einem Plus von 3,1 Prozent, während die innerdeutschen Strecken mit einem Wachstum von 2,9 Prozent etwas hinterherhinken.
Das vergangene Jahr 2025 brachte laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) eine Zunahme der zivilen Flugbewegungen um 3,5 Prozent auf 3,071 Millionen. Der 18. Juli 2025 stellte mit 10.220 Flugbewegungen den verkehrsreichsten Tag dar. Erfreulicherweise konnten die Verspätungen reduziert werden, denn die Flugsicherung war im Durchschnitt nur noch für 30 Sekunden Verspätung pro Flug verantwortlich, im Vergleich zu 50 Sekunden im Vorjahr. Eine Herausforderung bleiben jedoch Drohnen, die 2025 in 225 Fällen den Flugbetrieb beeinträchtigten.
Trotz der positiven Entwicklung bleiben die Passagierzahlen unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Erholungsquote erreicht lediglich 91 Prozent. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des ADV, drängt auf weitere politische Unterstützung: "Der Luftverkehrsstandort Deutschland wächst, dennoch bleibt er strukturell benachteiligt. Um die Aufnahme neuer Strecken durch Airlines zu fördern, sind zusätzliche Steuer- und Gebührenerleichterungen unabdingbar."

