Deutsche Wirtschaft steht vor stagnierendem dritten Quartal
Die Bundesbank erwartet für das aktuelle dritte Quartal eine stagnierende deutsche Wirtschaftsleistung. In ihrem aktuellen Monatsbericht aus dem August deutet die Zentralbank jedoch eine leicht optimistischere Einschätzung an als noch zu Beginn des Sommers. Entgegen der Befürchtung eines weiteren Jahres ohne Wachstum sieht die Bundesbank nunmehr für 2024 ein leichtes Plus des Bruttoinlandsprodukts als möglich an.
Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal des Jahres 2024 gewachsen ist, anstatt zu schrumpfen, was für das laufende Jahr eine verbesserte Ausgangslage darstellt. Ebenso haben sich die konjunkturellen Stimmungsindikatoren unerwartet positiv entwickelt, was die Bundesbank dazu veranlasst, die Aussichten für das dritte Quartal leicht nach oben zu korrigieren.
Dennoch bleiben die Unsicherheiten auf internationaler Ebene bestehen. Trotz einer Grundsatzeinigung im Handelskonflikt zwischen den USA und der EU sind noch viele Fragen offen, was insbesondere die deutschen Exporte betrifft. Das momentan unstete wirtschaftspolitische Klima in den USA trägt zur erhöhten Unsicherheit bei, was sich auch auf die Exportchancen "Made in Germany" auswirkt.
Die heimische Industrie und die Bauwirtschaft werden nach Ansicht der Bundesbank im dritten Quartal voraussichtlich noch keine Wachstumsimpulse setzen, auch wenn beim Bau bereits eine gewisse Erholung zu beobachten ist. Die verhaltenen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt tragen zudem zur Dämpfung des privaten Konsums bei. Im zweiten Quartal sank die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, eine detailliertere Analyse der Zahlen wird von der Wiesbadener Behörde an diesem Freitag erwartet.

