Deutsche Staatsanleihen stabil: Zinsfantasien aus den USA beeinflussen Märkte
Die neue Woche brachte für deutsche Staatsanleihen kaum Bewegung. Der Euro-Bund-Future, der als zentrale Richtschnur dient, legte bis zum Montagmittag leicht um 0,05 Prozent zu und erreichte damit einen Stand von 130,31 Punkten. Parallel dazu hielt sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stabil bei 2,58 Prozent.
Unterstützung erfahren die Anleihenmärkte derzeit durch Spekulationen über die Geldpolitik in den USA. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die US-Notenbank, inspiriert durch bestimmte Terminkontrakte am Geldmarkt, ihre Leitzinsen in naher Zukunft absenken könnte – ganze drei Zinsschritte sind im Gespräch. Diese Annahmen werden durch Berichte angeheizt, dass US-Präsident Donald Trump einen Wechsel an der Spitze der Federal Reserve plant. Geplant sei, einen neuen Nachfolger für den kritisch beäugten Fed-Chef Jerome Powell bereits im September oder Oktober zu ernennen. Trump bevorzugt eine Notenbankführung, die zugunsten der Wirtschaft die Zinsen senkt – und das notfalls auch gegen den allgemeinen Konsens.
Inflationsdaten aus Deutschland und Italien sorgten am Montag hingegen für wenig Aufregung. Besonders bemerkenswert: In Italien stagnierte die Inflation überraschend bei 1,7 Prozent. Am Nachmittag stehen die Gesamtzahlen für Deutschland an, während der Euro-Raum seine Inflationsdaten diesen Dienstag vorlegt. Die Europäische Zentralbank bleibt mittelfristig bestrebt, die Inflationsrate im Euro-Raum auf zwei Prozent zu steigern.

