Deutsche Küchenbranche hofft auf Aufschwung durch Baupreisrückgang
Die deutschen Hersteller von Einbauküchen zeigen sich vorsichtig optimistisch in Bezug auf die zukünftige Marktentwicklung, trotz der nach wie vor angespannten Lage nach einem herausfordernden Jahr 2024 und einem holprigen Start in 2025. Der Branchenverband AMK aus Köln berichtet, dass sinkende Baupreise und angekündigte Investitionen der neuen Bundesregierung die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung ab Ende 2025 oder im Laufe des Jahres 2026 nähren. Diese Einschätzung teilte der Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK), Bernd Weisser, im Rahmen der Möbelindustriemesse Interzum mit.
Nach dem pandemiebedingten Boom vergangener Jahre verzeichnete der Markt 2024 eine Rückkehr auf das Vor-Corona-Niveau. Der Gesamtumsatz der Küchenmöbelindustrie, so das Statistische Bundesamt, sank gegenüber 2023 um 6,5 Prozent auf nahe 5,7 Milliarden Euro. Lediglich das Premiumsegment, das Küchen ab 19.999 Euro umfasst, konnte ein Wachstum von 8,5 Prozent verbuchen. Im ersten Quartal 2025 setzte sich der Umsatzrückgang um weitere 1,8 Prozent fort, jedoch zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab.
Im Segment der Einbaugeräte, speziell im Möbel- und Küchenfachhandel, setzt sich ein klarer Trend ab. Verbraucher greifen vermehrt zu energieeffizienten und langlebigen Produkten, was sich besonders im oberen Preissegment bemerkbar macht. Der Anteil sparsamer Geschirrspüler der Energieeffizienzklassen A, B und C stieg im ersten Quartal auf beachtliche 43 Prozent, nachdem er 2023 noch bei 34 Prozent lag. Markus Wagenhäuser von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hebt hervor, dass Konsumenten zunehmend gezielte Investitionen in qualitativ hochwertige, funktionale und vernetzte Geräte tätigen.

