Deutsche Exporte unter Druck: US-Zölle bedrohen Handelsbeziehungen
Die deutsche Wirtschaft steht vor einer erheblichen Herausforderung, da die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle drohen, den Export nach Amerika massiv zu beeinträchtigen. Der geschäftsführende Finanzminister Jörg Kukies äußerte im ZDF-'heute journal', dass die Auswirkungen beträchtlich sein könnten und es keinen Raum für Naivität gäbe.
Das ifo-Institut hat errechnet, dass die deutschen Exporte in die USA um etwa 15 Prozent sinken könnten, was zu einer merklichen Abkühlung der wirtschaftlichen Wachstumsaussichten führen würde. Auch die Gefahr einer Rezession steige dadurch.
Kukies betonte, dass der Handelskonflikt, den diese Zölle ausgelöst hätten, weder für die USA noch für Deutschland Gewinne bringe. Die Reaktionen amerikanischer Unternehmen lassen vermuten, dass auch in den USA die Gefahr einer wirtschaftlichen Abschwächung wächst. Dies könnte wiederum die Möglichkeiten für die angekündigten Steuersenkungen in den USA erheblich einschränken.
Innerhalb der deutschen demokratischen Parteien gibt es laut Kukies großen Rückhalt für den Kurs der EU-Kommission. Diese signalisiert zwar die Bereitschaft, die Zölle auf Industriegüter gegenseitig aufzuheben, ist jedoch auch gewillt, klare Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sollte keine Einigung erzielt werden.
Kukies äußerte jedoch den Wunsch, dass die EU-Kommission parallel dazu aktiv Freihandelsabkommen mit Südamerika und asiatischen Ländern umsetzen und der restlichen Welt solche Abkommen anbieten solle.

