Deutsche Börse auf dem Sprung zur Allfunds-Übernahme
Die Deutsche Börse steht offenbar kurz vor einem entscheidenden Schritt in Richtung Übernahme des Fondsvertriebsspezialisten Allfunds. Insiderberichten zufolge werde die entsprechende Vereinbarung gerade ausgearbeitet, wobei eine offizielle Bekanntgabe des Deals noch in dieser Woche erfolgen könnte. Die Einschätzungen stammen aus der Nachrichtenagentur Bloomberg, die auf Aussagen gut informierter Quellen verweist. Bereits Ende November hatte die Deutsche Börse exklusiv bestätigt, in Verhandlungen mit Allfunds zu stehen und ein Angebot in Höhe von 5,3 Milliarden Euro in Form von Bargeld und eigenen Aktien unterbreitet zu haben.
Trotz der fortgeschrittenen Gespräche ist Vorsicht geboten. Die Möglichkeit, dass der Deal sich verzögert oder gar scheitert, bleibt bestehen. Zudem könnte die EU-Kommission das Vorhaben kartellrechtlich genau unter die Lupe nehmen. Etwa die Hälfte der Allfunds-Anteile wird von dem Finanzinvestor Hellman & Friedman sowie der französischen Großbank BNP Paribas gehalten, was der Übernahme zusätzliche Komplexität verleiht.
Sowohl Allfunds als auch Hellman & Friedman lehnten es ab, sich gegenüber Bloomberg zu den jüngsten Entwicklungen zu äußern. Eine Sprecherin der Deutschen Börse verwies lediglich auf die bereits im November veröffentlichten Aussagen des Dax-Konzerns. Allfunds ist bekannt für seine Dienstleistungen im Bereich Investmentfonds-Management und -Vertrieb, einschließlich Handels- und Ausführungssystemen sowie Datenanalyse- und Compliance-Tools.

