Deutsche Bierhersteller kämpfen um Marktanteile
Im globalen Wettbewerb der größten Bierkonzerne mussten einige deutsche Brauereien laut einer aktuellen Analyse Rückschläge hinnehmen. Die 40 führenden Brauereien weltweit produzierten 2024 gemeinsam fast 164 Milliarden Liter Bier – ein leichter Rückgang von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Von den sechs deutschen Brauereien in der Rangliste konnte lediglich die Bitburger Braugruppe ein Wachstum von 1,5 Prozent verzeichnen. Die TCB Beteiligungsgesellschaft hielt ihren Ausstoß stabil, während die Paulaner Gruppe den durchschnittlichen Rückgang von 0,6 Prozent hinnehmen musste. Größere Verluste meldeten die Radeberger Gruppe und Krombacher mit jeweils 1,4 Prozent, während die Oettinger Gruppe sogar um 12 Prozent zurückging.
Einfluss auf die Verschiebungen in der Rangliste hatten insbesondere die Verstaatlichungen von Brauereien in Russland. Die russische Brauerei Baltika, einst Teil von Carlsberg, stieg auf Platz 12 ein, und die OPH Vereinigte Brauereien reihte sich auf Platz 24 ein, nachdem sie sich von Heineken gelöst hatte.
Deutsche Brauereien spielen im internationalen Vergleich schon seit Jahren nur eine Nebenrolle. Mit 1,04 Milliarden Litern belegt die Radeberger Gruppe Platz 23, gefolgt von TCB auf Platz 28, Oettinger auf 30, Paulaner auf 31, Krombacher auf 32 und Bitburger auf 33. Spitzenreiter bleibt AB InBev mit fast 50 Milliarden Litern, zu dem auch Beck's gehört.
Das alljährliche Ranking enthält teils geschätzte Angaben, zudem wurden Vorjahreswerte revidiert. Noch im Jahr 2020 waren acht deutsche Produzenten vertreten, mit Warsteiner und temporär Veltins als Teil der Liste. Der deutsche Biermarkt zeigt seit Längerem einen abwärtsgerichteten Trend.

