Deutsche Bank und der Epstein-Skandal: Ein Blick auf vergangene Fehler

Die Deutsche Bank sieht sich erneut mit Enthüllungen zu ihrer früheren Geschäftsbeziehung mit Jeffrey Epstein konfrontiert und räumt ein, dass die Aufnahme des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters im Jahr 2013 ein Fehltritt war. Ein Sprecher des Geldhauses betonte, dass dieser Fehler bereits seit 2020 wiederholt anerkannt wird. Die Bank begann im Dezember 2018, die Geschäftsverbindungen mit Epstein zu beenden.
Epstein stand im Zentrum eines weitreichenden Missbrauchsrings, der von New York aus operierte, und verstarb 2019 in Haft, ohne dass es zu einer weiteren Verurteilung kam. Dokumente des US-Justizministeriums legen nahe, dass Epstein zeitweise über 40 Konten bei der Deutschen Bank führte, was die Medien erneut zum Anlass nahmen, das Thema aufzugreifen.
In einem Appell forderte der Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Klaus Nieding, von der Bank, die Finanzunterlagen zur Epstein-Geschäftsverbindung offenzulegen, um bevorstehende Gerüchte und Reputationsschäden zu vermeiden. Diese Offenlegung sollte vor der Hauptversammlung im Mai 2026 erfolgen.
In einer Stellungnahme betonte die Deutsche Bank, dass sie unmittelbar nach Epsteins Verhaftung 2019 die Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden suchte. Seitdem hat sie erheblich in operative Prozesse und Kontrollmechanismen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität investiert. Auch der Vorstandsvorsitzende, Christian Sewing, äußerte in einem Interview, die Bank habe ihre Lehren gezogen und personelle Konsequenzen seien unvermeidlich gewesen.

