Deutsche Bahn: Herausforderungen bei Generalsanierungen von Hauptstrecken
Die Deutsche Bahn sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, ihr Versprechen zu halten, für fünf Jahre auf generalsanierten Hauptstrecken keine weiteren Baumaßnahmen durchzuführen. Jüngste Informationen legen nahe, dass es dennoch zu etlichen Sperrungen kommen könnte, bevor dieser Zeitraum verstrichen ist.
Zentrale Ursache für das vorzeitige Eingreifen ist die Leit- und Sicherheitstechnik. In Fällen, in denen elektronische Stellwerke bei den Generalsanierungen installiert werden, soll die Inbetriebnahme im Anschluss an die Bauzeit erfolgen. Die Bahn plant jedoch, auf einigen Strecken die abschließenden Arbeiten zur Inbetriebnahme erst Monate nach der Grundsanierung durchzuführen, was weitere Sperrungen nach sich ziehen könnte. Angesichts der angekündigten, erneuten Baumaßnahmen betont die Deutsche Bahn die Notwendigkeit regelmäßiger Instandhaltungsarbeiten.
Zudem sollen Baupausen für Projekte genutzt werden, um Streckenneubauten und -erweiterungen zu ermöglichen, die an die generalsanierten Abschnitte angrenzen. Das eingangs hochgesteckte Konzept der Generalsanierungen sieht sich somit realistischer Prioritätensetzung gegenübergestellt. Ursprünglich sollten die Maßnahmen ein halbes Jahr dauern, tatsächlich kann es länger werden, etwa neun Monate wie im Fall der Strecke Hamburg-Berlin. Die Vollendung der Generalsanierungen, ursprünglich für 2031 geplant, wird nun für 2036 erwartet. Ziel ist es, das sanierungsbedürftige Schienennetz zu modernisieren und Verspätungen im Fernverkehr zu verringern.

