Deutsche Autobauer kämpfen mit Rückschlägen auf globalem Parkett
Die jüngsten Verkaufszahlen der deutschen Autogiganten VW und Mercedes-Benz offenbaren markante Herausforderungen auf zwei der bedeutendsten Absatzmärkte: China und die USA. 2025 stieß der VW-Konzern weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge ab, was einem leichten Rückgang von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mercedes-Benz sah sich mit einem deutlicheren Rückgang konfrontiert, die Schwaben verzeichneten ein Minus von zehn Prozent und kamen auf rund 2,16 Millionen verkaufte Pkw und Vans. Bereits in der Vorwoche teilte der Autokonzern BMW seine Verkaufsstatistik mit. Im Gegensatz zu den Konkurrenten verzeichnete BMW ein kleines Verkaufsplus von 0,5 Prozent, erreichte somit insgesamt 2,46 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Trotz regionaler Berechnungsdifferenzen zeichnen die Zahlen einen klaren Trend: Die deutschen Autobauer stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen auf dem globalen Markt.
VW konnte in Europa mit einer Zunahme um 3,8 Prozent bei 3,38 Millionen abgesetzten Fahrzeugen punkten. Doch die fortwährenden Probleme in China und Nordamerika trüben das Gesamtbild. In China erlitt der Konzern aufgrund des intensiven Wettbewerbs durch lokale Elektroautoanbieter einen Absatzrückgang von 8 Prozent, während in Nordamerika die Verkäufe unter den neuen Zollmaßnahmen der US-Regierung litten. Mercedes spürt ebenfalls den Wind des Wettbewerbs in China, wo der Absatz um 19 Prozent sank. In den USA führten Zollmaßnahmen zu einem Absatzrückgang von zwölf Prozent. Dennoch sieht der Autobauer Hoffnungen in neuen elektrischen Modellen wie dem CLA und GLC, die laut Unternehmensmitteilung positive Resonanz bei den Verbrauchern finden.
Der bayerische Autobauer BMW litt indes weiter unter der schwachen Nachfrage in China, die zu einer Gewinnwarnung im Herbst führte. Dennoch verhinderten steigende Verkaufszahlen in Europa und den USA ein weiteres Jahr rückläufiger Auslieferungen.

