Deutsch-italienische Zusammenarbeit auf neuem Höhepunkt: Rüstungsprojekte und Wirtschaft im Fokus
Deutschland und Italien streben einen erweiterten Schulterschluss in den Bereichen Verteidigung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit an. Ein Gipfeltreffen in Rom, geleitet von Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, brachte acht neue Vereinbarungen hervor, die eine stärkere Kooperation in der Rüstung und bei gemeinsamen Militärübungen zum Ziel haben. In einer Zeit, in der die deutsch-französischen Beziehungen, insbesondere im Verteidigungssektor, angespannt sind, wie das wackelige Luftkampfsystemprojekt FCAS zeigt, rückt Italien als neuer, starker Partner in den Fokus.
Frankreich hatte zuletzt beim EU-Freihandelsabkommen mit Lateinamerika gebremst, während Italien den Weg dafür schließlich frei machte, wofür Merz Italien seine Anerkennung aussprach. Merz und Meloni, die sich in der malerischen Villa Pamphilj trafen, demonstrieren eine harmonische Beziehung und planen Kooperationen in der Entwicklung von Drohnen, Marineschiffen und elektronischen Kampfsystemen. Weitere Themen umfassen den kulturellen Austausch und die innere Sicherheit.
Bereits früher wurden von beiden Ländern Vorschläge zur Stärkung des EU-Binnenmarkts entwickelt, die nun auf einem bevorstehenden EU-Gipfel diskutiert werden sollen. Beide Staatschefs pflegen zudem einen direkten Draht zu US-Präsident Donald Trump, was ihnen eine besondere Rolle in den europäischen Beziehungen zur USA verschafft. Die deutsch-italienische Zusammenarbeit hatte bereits unter der vorherigen Regierung an Fahrt aufgenommen, die aktuelle Führung versprach, das Niveau weiter zu heben.
Regierungschefin Meloni, deren Partei in Umfragen führt, führt somit eine der stabilsten Regierungen Italiens seit langem.

