Der Umzugscountdown: Rechtzeitig planen, stressfrei umziehen
Die Deutschen ziehen unglaublich gern um. Rund 11% aller Menschen in Deutschland wechseln im Jahr ihren Wohnsitz. Über 70% aller Umzüge finden im Sommer statt und unter 5% im Winter. Gründe für so einen Wohnraumwechsel können vielfältig sein: Man zieht mit seinem Partner zusammen oder auseinander, man muss aufgrund der beruflichen Lage den Wohnort wechseln, man zieht bei den Eltern aus, vergrößert die Wohnsituation aufgrund der Familienplanung oder möchte schlicht und einfach die eigenen vier Wände dem gewünschten Lebensstil anpassen. Am häufigsten zieht man im Alter zwischen 20 und 35 Jahren um. Dies ist auch ein häufiges Alter, in dem z.B. Studierende mehrmals umziehen, in WGs, eigene Wohnungen oder Studentenwohnheime. Ein Umzug kann viel Freude, einen Neustart, Perspektiven und Zukunft bedeuten, an erster Stelle löst er aber eins aus: Stress. Denn Umzüge sind erstens sehr aufwändig und nervenaufreibend und zweitens ziemlich teuer.
Organisieren und Planen erspart Stress
Natürlich hat den Tipp jeder schon mal gehört: Man solle seinen Umzug gut planen. Doch wie konkret es auszusehen hat, wird meist nicht erwähnt. Vorerst sollte man sich entscheiden, ob man den Umzug selbst stemmen will oder lieber eine professionelle Umzugsfirma beauftragen möchte. Obwohl viele Menschen sich schnell dafür entscheiden, alles selbst zu machen, geben die meisten im Nachhinein an, sie hätten doch lieber ein Umzugsservice buchen sollen. Ein professionelles Unternehmen, wie z. B. eine Umzugsfirma in München bringt vor allem folgende Vorteile:
- Effizient: Die Profis haben geübte Handgriffe, ein System und eine Strategie, während die Hauseigentümer wirr und ohne einen konkreten Plan vorgehen. Ebenso haben die Mitarbeiter notwendige Fahrzeuge, Werkzeuge und Hilfsmittel, um den Umzug effizient zu gestalten.
- Sicher: Auf jeden Fall wird der Umzug stattfinden und fertig werden. Die Mitarbeiter sagen nämlich nicht ab, wie Freunde es tun könnten, und erledigen die Arbeit schnell und gewissenhaft, schließlich werden sie dafür entlohnt.
- Stressfrei: Eine Umzugsfirma erledigt alle Arbeiten und baut anschließend auf Kundenwunsch die Möbel zusammen, baut die Küche ein und macht die Wohnung bezugsfertig. Die Bewohner brauchen nur noch auspacken.
Nachteile einer Umzugsfirma sind überschaubar und lauten im Grunde nur „Kostenfaktor“. Zieht man mit eigenen Kräften um, sollte man die Kosten ebenfalls nicht außer Acht lassen, z. B. für die Umzugshelfer, Mietfahrzeuge oder zum Ersetzen der Teile, die ggf. zu Bruch gehen.
Wann sollte man einzelne Schritte planen?
3 Monate vorher
Die Dreimonatsfrist ist üblich, um die Planung zu beginnen, da es in den meisten Fällen auch die Kündigungsfrist ist. In diesem Zeitraum sollte man über die Rahmenbedingungen klarwerden: Umzugsfirma, Kündigung, etc.
- Kündigung eingereicht
- Diverse Anschlüsse (z. B. Telefon) gekündigt
- Stromanbieter kündigen
- Umzugsservice reservieren
2 Monate vorher
Zwei Monate vor dem Umzug sollte man überprüfen, ob Dienstleister und Handwerker benötigt werden (für beide Wohnräume) und diese buchen. Ebenso kann die Suche nach neuen Möbelstücken beginnen: Dafür ist es natürlich wichtig, die Wohnung bereits zu besitzen oder wenigstens vermessen zu haben.
- Mietvertrag prüfen (Abgabebedingungen)
- Mit Handwerkern Termine vereinbaren
- Alle Funktionen überprüfen
1 Monat vorher
Ein Monat vorher rückt der Umzug in die absehbare Nähe. Hier sollte man spätestens den Urlaub (falls notwendig) beim Arbeitgeber einreichen, Freunde und Familie bitten, den Termin festzuhalten und beginnen zu entrümpeln. Alles, was Zweifel bereitet, nicht tatsächlich genutzt wird oder keine Freude bereitet. Das gilt auch für Geschenke oder Kleidung, die vielleicht doch noch irgendwann passt oder modern wird. Lieber verkaufen, verschenken oder spenden. Alternativ kann man auch einen Flohmarkt direkt in der Wohnung veranstalten.
- Keller und Dachboden entrümpeln
- Alles verkaufen/verschenken/entsorgen, was man nicht mehr braucht
- Transporter buchen
- Freunde und Familie benachrichtigen
- Urlaub einreichen
- Sperrmüll anmelden
2 Wochen vorher
Hier können schon die Sachen, die man aktuell nicht nutzt, eingepackt werden. Ebenso sollte man raussuchen, wer von der neuen Adresse erfahren soll und schon mal Briefe anfertigen.
- Adressen raussuchen
- Briefe anfertigen
- Mittelfristig genutzte Gegenstände einpacken
1 Woche vorher
Nun wird es konkret. Die Küche kann langsam frei werden, alle Eventualitäten für den großen Tag bedacht werden und die Straßenschilder eingerichtet.
- Alle Lebensmittel (auch aus der Tiefkühltruhe) aufessen
- Halteverbotsschilder datieren und aufstellen (nicht ohne Genehmigung!)
- Babysitter organisieren
- Hundesitter organisieren


