Der teuerste Fehler im Private Equity: Digitalisierung wie ein IT-Projekt zu behandeln
Investor Insights | Beyond Capital

10. Dezember 2025, 10:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Der teuerste Fehler im Private Equity: Digitalisierung wie ein IT-Projekt zu behandeln
Foto: Pressebox
Der teuerste Fehler im Private Equity: Digitalisierung wie ein IT-Projekt zu behandeln
Im Private Equity wird Digitalisierung oft als reines IT-Projekt gesehen, was zu hohen Verlusten führt. Tatsächlich ist Führung entscheidend, um Transformation zu meistern und echten Wert zu schaffen.

Frankfurt, 10.12.2025 (PresseBox) - Private Equity verliert nicht an Wert, weil Technologie fehlt — sondern weil Digitalisierung immer noch wie ein IT-Upgrade behandelt wird, statt als Führungsaufgabe. Dieser Denkfehler fällt in den frühen Phasen einer Beteiligung selten auf, frisst jedoch über den gesamten Holding-Zeitraum hinweg stille Rendite. Die Lücke zwischen „über Digitalisierung sprechen“ und „Digitalisierung führen“ entwickelt sich zu einer der kostspieligsten Blindstellen der Branche.

Die größte Blindstelle im Private Equity: Technologie wird als Kostenfaktor, nicht als Strategie betrachtet

Alle sprechen im Private Equity über Digitalisierung.

Alle nennen sie unverzichtbar.

Alle schreiben sie in die Value-Creation-Pläne.

Doch bei genauerem Blick wird Technologie häufig auf eine Liste einzelner Projekte reduziert: eine ERP-Erneuerung, ein neues Dashboard, einige Automatisierungsinitiativen — vielleicht sogar ein KI-Pilot, um den Zeitgeist zu treffen.

Die unbequeme Wahrheit lautet: Unternehmen fallen selten zurück, weil ihnen Technologie fehlt. Sie fallen zurück, weil Führung Digitalisierung noch immer als IT-Projekt behandelt — statt als grundlegende Transformation der Art und Weise, wie ein Unternehmen arbeitet, entscheidet und konkurriert. Solange Digitalisierung im IT-Silo sitzt, bewegt sich der Rest des Unternehmens stets langsamer, als es der Markt verlangt.

Bei HAGER ist Digitalisierung kein Randthema. Sie ist verankert in unserem Führungsverständnis, unseren Organisationsbewertungen und unserem Transformationsansatz. Jahrzehnte der Arbeit mit Investoren, Gründern und technologiegetriebenen Unternehmen haben uns eines gezeigt: Digitale Transformation scheitert oder gelingt durch Führung — nicht durch Tools.

Technologie schafft keinen Wert — Führung tut es

Nach über 30 Jahren Beratung von Investoren und Portfoliounternehmen haben wir die gesamte Bandbreite gescheiterter Digitalisierungsinitiativen gesehen: Transformationsprogramme, die schon vor der Umsetzung steckenbleiben; KI-Piloten, die nie in den Alltag übergehen, weil die Datenbasis unzuverlässig ist; Automatisierungsroadmaps, die nicht an der Technik, sondern an der Kultur scheitern.

In all diesen Fällen zeigt sich ein Muster klar und eindeutig: Technologie ist fast nie der Engpass. Das Unternehmen dahinter ist es.

Digitalisierung scheitert, wenn Entscheidungen zu langsam getroffen werden, Datenqualität nicht durchgängig ist, Verantwortlichkeiten verstreut sind oder Führung unterschätzt, wie viel organisatorische Klarheit und kulturelle Reife echte Transformation erfordert.
KI beschleunigt Erkenntnis.

Automatisierung beschleunigt Ausführung.

Aber Führung entscheidet, ob die Organisation Beschleunigung überhaupt verkraften kann.

Die harte Realität: Digitale Unreife ist ein Bewertungsrisiko

Digitale Schwäche wird oft als operatives Problem dargestellt. In Wahrheit ist sie ein Bewertungsproblem. Ein Unternehmen ohne integrierte Systeme, gemeinsame Datenarchitektur, Automatisierungskompetenz, skalierbare Infrastruktur oder KI-Readiness ist nicht einfach ineffizient — es ist strukturell langsam und strategisch limitiert.

In der heutigen Marktumgebung ist operative Exzellenz zu Alpha geworden. Digitale Reife zu ignorieren ist nicht konservativ — es ist fahrlässig. Investoren, die Digitalisierung als Nebenthema behandeln, übernehmen Unternehmen, die nicht in dem Tempo skalieren können, das ihre Strategie erfordert.

Digital Due Diligence ist veraltet — und muss sich weiterentwickeln

Traditionelle digitale Due Diligence konzentriert sich meist auf die falschen Fragen:
Welche Systeme sind installiert?
Wie modern ist die Tech-Stack?
Welche Tools sind veraltet?

Diese Fragen beschreiben den Status quo, sagen aber nichts über die Transformationsfähigkeit eines Unternehmens aus.

Die wirklich relevanten Fragen lauten:

  • Kann das Führungsteam technologiegetriebene Entscheidungen treffen?
  • Unterstützt die Kultur Transparenz und Automatisierung?
  • Werden Daten als strategische Assets behandelt — nicht als Nebenprodukt der Prozesse?
  • Kann das Unternehmen KI verantwortungsvoll und wirksam integrieren?
  • Und am wichtigsten:Besitzt die Organisation die Fähigkeit, digitalen Fortschritt überhaupt aufzubauen und zu halten?
Eine Tech-Stack ist keine Strategie.
Ein CIO ist keine Transformation.
Ein Dashboard ist keine Alignment-Struktur.

Solange digitale Due Diligence eine IT-Inventur bleibt, statt eine Bewertung organisatorischer Fähigkeiten, kaufen Investoren Software — aber keine Skalierbarkeit.

Transformation beginnt dort, wo sich Macht verschiebt

Organisationen widerstehen Digitalisierung nicht, weil sie komplex ist. Sie widerstehen, weil Technologie Machtstrukturen verändert.
Digitale Transparenz legt schwache Prozesse offen.

Automatisierung stellt traditionelle Rollen infrage.

Datenbasierte Entscheidungen ersetzen politische.
KI reduziert Entscheidungen, die auf Hierarchie statt Kompetenz beruhen.

Darum ist der anspruchsvollste Teil der digitalen Transformation nicht technisch — sondern politisch. Führung muss bereit sein, Verantwortlichkeiten neu zu gestalten, Zusammenarbeit zu definieren und Anreizsysteme neu auszurichten. Ohne diese Veränderungen bleiben selbst fortschrittlichste Technologien ungenutztes Potenzial.

Der kulturelle Preis des Nicht-Transformierens

Jedes Unternehmen zahlt eine stille Steuer, wenn es Digitalisierung hinauszögert.

Sie zeigt sich in manuellen Umwegen, veralteten Prozessen, intransparentem Reporting, langsameren Entscheidungen, steigenden Kosten und kultureller Ermüdung. Diese Steuer taucht nie in der GuV auf — aber sie frisst kontinuierlich Unternehmenswert.

Digitalisierung bedeutet nicht, Tools einzuführen.

Sie bedeutet, eine Organisation zu bauen, die schneller lernt, als sie kaputtgeht — und das erfordert Führung weit mehr als Technologie.

Was die besten Investoren anders machen

Die erfolgreichsten Investoren wissen, dass digitale Performance weit vor Technologie beginnt. Sie beginnt bei Führung, Struktur und Kultur. Sie fragen, wer die Fähigkeit hat, Transformation zu treiben. Sie schaffen Alignment, bevor sie neue Systeme einführen. Sie etablieren Governance, die Umsetzung beschleunigt.

Und sie bauenDatenkultur— nicht nur Datenplattformen.

Sie integrieren KI in Entscheidungen — nicht nur in isolierte Workflows.

Bei HAGER ist Digital & Technology nicht nur ein Sektor. Es ist unser Heimatfeld, an der Schnittstelle zwischen Marktverständnis und Führungsexpertise. Unsere Erfahrung zeigt: Digitale Führung schlägt digitale Tools — in jedem Zyklus. Die stärksten Plattformen werden nicht durch ihre Software definiert, sondern durch die Klarheit ihrer Führungsarchitektur.

Geschwindigkeit kommt von Systemen. Richtung kommt von Führung

Digitalisierung erzeugt Geschwindigkeit. Führung gibt ihr Bedeutung. Und gemeinsam schaffen sie Wettbewerbsvorteile. Geschwindigkeit mag aus Systemen kommen — aber Richtung kommt immer aus Führung. Und genau in dieser Spannung entsteht der entscheidende Moment der Wertschöpfung.

Wie Martin Krill sagt:
„Software kann man in Monaten austauschen. Aber die Kosten schwacher Führung kann man nicht ersetzen. Die meisten ‚digitalen Fehlschläge‘ sind nicht technisch — sie sind ein Mangel an Mut, Klarheit und Verantwortlichkeit.“
Martin Krill, CEO, HAGER Executive Consulting

Genau an dieser Schnittstelle — wo Systeme beschleunigen und Führung ausrichtet — hört Digitalisierung auf, Kostenstelle zu sein, und wird zum echten Werttreiber.

Fazit: Technologie ist kein Differenzierungsmerkmal. Führung ist es.

In einem Markt voller Kapital und frei verfügbarer Technologien liegt der wahre Wettbewerbsvorteil nicht mehr im Toolset — sondern in der Organisation, die weiß, wie man es nutzt.

Denn im Private Equity wie in der Führung gilt:
Technologie kaufen ist einfach.
Sie umzusetzen ist schwierig.
Mit ihr zu skalieren ist transformativ.

Und die Unternehmen, die das verstehen, werden den Markt nicht nur übertreffen —
sie werden den nächsten definieren.

Kommunikation / Private Equity / Digitalisierung / Führung / Technologie
[pressebox.de] · 10.12.2025 · 10:00 Uhr
[0 Kommentare]
Mann droht mit Anschlag in ICE
Siegburg (dpa) - Schock im abendlichen Reiseverkehr: In einem ICE in Nordrhein-Westfalen droht ein junger Mann laut Polizei mit einem Anschlag und zündet zwei Sprengvorrichtungen. Mindestens zwölf Menschen werden bei dem Vorfall kurz vor dem langen Osterwochenende leicht verletzt. Am Tag danach schließen die Ermittler ein politisches Motiv nicht aus.  […] (03)
vor 11 Minuten
Daniel Radcliffe
(BANG) - Daniel Radcliffe hat "tiefgreifendes Glück" gefunden, seit er Vater geworden ist. Der britische Schauspieler – der bereits im Alter von elf Jahren als titelgebender Zauberlehrling in der 'Harry Potter'-Filmreihe berühmt wurde – glaubt, dass sein jüngeres Ich ihn heute nicht wiedererkennen würde. Damals sei er "zutiefst unglücklich" gewesen, […] (00)
vor 4 Stunden
Apple verschickt Einladungen für die WWDC 2026 im Apple Park
Apple hat offiziell die Einladungen an die glücklichen Gewinner verschickt, die am 8. Juni 2026 live an der Entwicklerkonferenz WWDC teilnehmen dürfen. Studenten und Entwickler, die sich im Vorfeld für das begehrte Event beworben hatten, wurden nun benachrichtigt. Keynote im Apple Park […] (00)
vor 2 Stunden
Steam Deck 2 könnte 2028 erscheinen – doch Engpässe bei RAM und Speicher gefährden den Plan
Valve hat sich über Jahre hinweg beharrlich zu einem Nachfolger des Steam Deck ausgeschwiegen – zumindest offiziell. Jetzt sorgt ein bekannter Insider für Gesprächsstoff: Dem Gerücht zufolge peilt Valve für das Steam Deck 2 ein konkretes Erscheinungsfenster an. Ob das so bleibt, hängt allerdings von Faktoren ab, die nicht allein in Valves Händen liegen. […] (00)
vor 8 Minuten
Tubi kündigt zweite Staffel von «Big Mood» an
Der Streamingdienst setzt die Comedyserie mit Nicola Coughlan und Lydia West im April fort. Der werbefinanzierte Streaminganbieter Tubi hat den Trailer zur zweiten Staffel von Big Mood veröffentlicht. Die neuen Folgen feiern am 16. April Premiere und führen die Geschichte rund um die komplizierte Freundschaft von Maggie und Eddie weiter. Ein Jahr ist vergangen, seit sich die beiden besten […] (00)
vor 3 Stunden
Joachim Löw
Berlin (dpa) - Um Weltmeister-Trainer Joachim Löw gibt es ein überraschendes und wenig glaubhaftes Comeback-Gerücht - und der 66-Jährige räumt es auch schnell aus der Welt. Laut des Portals «ghanasoccernet» könnte Löw für die anstehende Fußball-WM die Nationalmannschaft Ghanas als Trainer übernehmen. Doch dazu wird es wohl nicht kommen. «Mit mir hat […] (02)
vor 10 Minuten
Rohstoff-Krieg in Afrika: Chinas 1,2-Milliarden-Dollar-Schlag gegen den Westen
Das Comeback der Mao-Bahn als strategische Waffe Es ist ein diplomatisches und wirtschaftliches Beben, das von der tansanischen Küste bis tief in das rohstoffreiche Herz Afrikas zu spüren ist. Ein Konsortium aus chinesischen Bergbau-Giganten, Reedereien und staatlichen Baufirmen hat sich zusammengeschlossen, um die legendäre TAZARA-Eisenbahnlinie für […] (00)
vor 38 Minuten
 
Zahnzusatzversicherungen auf dem Prüfstand: Bestbewertung für uniVersa
Nürnberg, 02.04.2026 (lifePR) - Eine Zahnzusatzversicherung schützt vor hohen […] (00)
HMF stellt technologische Führung neu auf
Bad Münder, 02.04.2026 (PresseBox) - HMF Smart Solutions richtet seine technologische […] (00)
Nach dem Sentiment-Crash: Skeena bringt Eskay Creek Richtung Produktion 2027!
Herisau, 03.04.2026 (PresseBox) - - Anzeige/Werbung - Dieser Artikel erscheint im […] (00)
US-Vizepräsident JD Vance spricht zu Arbeitern in Michigan
Budapest (dpa) - In Ungarn laufen Vorbereitungen für einen Besuch des US- […] (11)
Taylor Swift im 'Elizabeth Taylor'-Video
(BANG) - Taylor Swift hat öffentliches Lob vom Nachlass von Elizabeth Taylor […] (00)
Gianluigi Buffon
Rom (dpa) - Zwei Tage nach dem erneuten Scheitern in einer WM-Qualifikation gibt es […] (05)
PS6-Handheld soll Xbox Series S überholen und Nintendo Switch 2 bei der Bildqualität übertrumpfen
Sony arbeitet nicht nur an der nächsten stationären Konsole – die PlayStation 6 soll […] (01)
Apple iPad Air 3 WLAN landet auf der Vintage-Liste
Apple hat nun auch die WLAN-Version des iPad Air 3 offiziell in seine sogenannte […] (00)
 
 
Suchbegriff