Der Eigenheimbau wird immer mehr zum Premiumprodukt, im Mehrfamilienhausbau sinkt die Wohnfläche
Aktuelle Einschätzungen vom Heinze BaukonjunkturMeeting 2025 / Von Christopher Kramp, Marktanalyst der Heinze Marktforschung im Bereich Management Information, Celle

09. Oktober 2025, 10:54 Uhr · Quelle: LifePR
Der Eigenheimbau boomt als Premiumsegment mit höheren Kosten. Im Mehrfamilienhausbau schrumpfen die Wohnflächen, was den Markt verändert.

Celle, 09.10.2025 (lifePR) - Auch in diesem Jahr stellte die Heinze Marktforschung wieder ihre Prognosen zur Bautätigkeit im Baugewerbe vor. Demnach ist der aktuelle Aufschwung bei den Genehmigungen im Wohnungsbau fragil. So ist der Anstieg an genehmigten Wohneinheiten bei den Eigenheimen von Januar bis Juli dieses Jahres um +9,5 % im Vergleich zum Vorjahr fast ausschließlich auf die positive Entwicklung bei den Einfamilienhäusern zurückzuführen. Diese kristallisieren sich immer stärker als Premiumprodukt heraus. Dabei legten nicht nur die veranschlagten Baukosten pro Wohneinheit in diesem Zeitraum zum Vorjahr deutlich zu (+6,1 %), sondern auch die Objektgröße, gemessen an umbautem Raum (+1,7 %) und Wohnfläche (+1,4 %).

Im Mehrfamilienhausbau stiegen die genehmigten Wohneinheiten von Januar bis Juli im Vorjahresvergleich um +7,7 %. Dagegen sanken die veranschlagten Baukosten pro Wohneinheit imgleichen Zeitraum um -1,2 %. Gleichzeitig stiegen die Kosten für umbauten Raum und Wohnfläche um +3,7 % an. Die Einsparungen wurden also bei der Wohnfläche pro Wohneinheit realisiert (-4,8 %).

Die Regionen Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main und Köln legten im Mehrfamilienhausbau in den letzten 24 Jahren am stärksten zu.

Den Teilnehmer:innen des Baukonjunkturmeetings wurden außerdem die Regionen aufgezeigt, die, gemessen an den genehmigten Wohneinheiten im Wohnungsbau oder den Genehmigungen an umbautem Raum im Nichtwohnbau, von 1999 bis 2023 am stärksten zulegten. Das waren vor allem die Regionen, die nach dem Frühjahrsgutachten des Sachverständigenrats vom 21.05.2025, die Gewinner des Strukturwandels in diesem Zeitraum waren. Die stärksten Zuwächse im Mehrfamilienhausbau verzeichneten die Regionen Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main und Köln.

Die Genehmigungsentwicklung an umbautem Raum bei Büro- und Verwaltungsgebäuden war deutlich rückläufig, die Anzahl der genehmigten Gebäude stabilisiert sich.

Die Genehmigungsentwicklung im Nichtwohnbau verlief in diesem Jahr deutlich schlechter. So sanken die Genehmigungen an umbautem Raum von Januar bis Juli dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um -9,9 %. Dabei gingen die Genehmigungen für Büro- und Verwaltungsgebäude um -17,7 % zurück. Allein im Juli verzeichnete diese Gebäudeart einen Einbruch um -51,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Anders stellt sich die Lage mit Blick auf die Gebäudeentwicklung dar. Die Anzahl der genehmigten Büro- und Verwaltungsgebäude stabilisierte sich im Verlauf dieses Jahres und lag sowohl im eigentlich schwachen Mai als auch im Juli über der genehmigten Anzahl des Vorjahres. Auch wenn die Anzahl der Gebäude insgesamt bis Juli unter Vorjahr notierte, kann hier am aktuellen Rand von einer Stabilisierung der Entwicklung gesprochen werden.

Heinze BaukonjunkturMeeting 2025 | Stimmen aus Verband, Wirtschaft und Forschung

Hauptredner beim diesjährigen BaukonjunkturMeeting waren Christopher Kramp und Thomas Wagner von der Heinze Marktforschung. Michel Durieux (ZDB) sprach über baupolitische Weichenstellungen und deren Folgen. Er legte dar, dass die Bauwirtschaft angesichts rückläufiger Baugenehmigungen, wachsender Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit und eines zunehmenden Fachkräftemangels vor einer strukturellen Transformation steht. Dr. Moritz Püstow (KPMG Law) stellte Lösungsansätze für eine effizientere Infrastrukturumsetzung vor. Dabei wies er eindrucksvoll darauf hin, dass die geplanten öffentlichen Investitionen im Rahmen des Sondervermögens Infrastruktur der Bauindustrie neue Absatzchancen eröffnen, insbesondere in Bereichen wie Klimaschutz, Bildung und Energie. Aber: Für Hersteller wird es entscheidend sein, Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen, Ausschreibungslogik zu verstehen und sich aktiv auf neue, partnerschaftlich ausgerichtete Vergabemodelle einzustellen.

Über die Heinze Marktforschung

Die Heinze Marktforschung ist Spezialist für fundierte Analysen und maßgeschneiderte Studien im Baubereich. Mit einem klaren Fokus auf Primär- und Sekundärmarktforschung liefert sie Entscheidern der Bauwirtschaft belastbare Daten, differenzierte Bauprognosen und zielgerichtete Handlungsempfehlungen. Seit rund 50 Jahren steht die Heinze Marktforschung für Branchenkenntnis und methodische Tiefe.

Weitere Presseinformationen finden Sie unterwww.baudatenonline.de/aktuellesoder unterwww.heinzemedien.de

Bauen & Wohnen / Wohnungsbau / Baukonjunktur / Immobilien / Nachhaltigkeit
[lifepr.de] · 09.10.2025 · 10:54 Uhr
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