Der Arbeitsmarkt in Hamm und im Kreis Unna
Jahrestiefstand der Arbeitslosigkeit im Dezember

03. Januar 2018, 10:04 Uhr · Quelle: LifePR
Hamm, 03.01.2018 (lifePR) - .

Der Arbeitsmarkt in Hamm

Die Entwicklung

Ein für den Arbeitsmarkt gutes Jahr ging in der Stadt Hamm mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit zu Ende. Die Zahl der Erwerbslosen sank um 97 auf 8062, was die Arbeitslosenquote weiter um 0,1 Punkte auf 8,8 Prozent verringerte. Vor genau einem Jahr waren es 9,2 Prozent gewesen. Die Entwicklung im Dezember setzte sich zusammen aus einem kleinen Anstieg um 32 auf 1559 Erwerbslose im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III, betreut durch die Arbeitsagentur) und einem deutlichen Rückgang der Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II, Kommunales Jobcenter Hamm) um 129 auf 6503. Beim Vorjahresvergleich waren es in der Arbeitslosenversicherung 139 oder 8,2 Prozent weniger Erwerbslose als vor zwölf Monaten, in der Grundsicherung nur 92 oder 1,4 Prozent weniger. Insgesamt gibt es somit in der Stadt Hamm 231 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

„Nach der schon rückläufigen Dynamik im Vormonat hat es im Dezember noch eine für die Jahreszeit erstaunliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit gegeben. Dies betraf alle Personengruppen, besonders in der Grundsicherung. Auch wenn klar ist, dass die Zahlen im Januar wieder deutlich steigen werden, freue ich mich über die gute Entwicklung mit den aktuell niedrigsten Arbeitslosenzahlen für 2017“, so Agenturchef Thomas Helm zur Arbeitsmarktentwicklung in Hamm.

Gerade auch die Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen deutlich sinke, gibt ihm Anlass, optimistisch ins neue Jahr zu blicken: „Die konjunkturelle Lage ist stabil, was sich insbesondere durch die für die Jahreszeit immer noch hohe Nachfrage nach Arbeitskräften bemerkbar macht. Es wird daher verstärkt darauf ankommen, durch geeignete Qualifizierungsoffensiven auch jene Menschen fit für die angebotenen Stellen zu machen, die bisher noch nicht im Blickfeld der Unternehmer sind.“

Unterbeschäftigung

Registrierte Arbeitslose und nicht arbeitslose, aber statistisch arbeitsuchende Menschen, die an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder kurzzeitig arbeitsunfähig sind, werden gemeinsam als Unterbeschäftigte bezeichnet. Die Zahl der Unterbeschäftigten weist vor allem die Wirkung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf die Arbeitslosenstatistik nach. Im Dezember blieb die Unterbeschäftigung mit 11.539 Personen nahezu unverändert. Vor genau einem Jahr waren es 19 weniger.

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt ist durch seine Zu- und Abgänge sehr dynamisch. Aus diesem Grund haben sie bei der Analyse der Entwicklung des Arbeitsmarktes eine besondere Bedeutung. Nach einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt meldeten sich im Dezember 463 Personen neu arbeitslos, 59 weniger als im November. Zugleich waren es 109 Personen weniger (-19,1 Prozent) weniger als vor zwölf Monaten. Gleichzeitig meldeten sich in der Stadt Hamm 319 Personen in Beschäftigung ab, 48 (-13,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 20 oder 5,9 Prozent weniger als vor genau einem Jahr.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen ging im Dezember zurück. Mit 2.771 waren es 85 oder 3,0 Prozent weniger als im Vormonat. In Relation zum Vorjahresmonat war dies sogar ein Rückgang um 233 Personen oder 7,8 Prozent. Die Gesamtzahl von Personen im Kontext von Fluchtmigration lag im Berichtsmonat bei 621 geflüchteten Menschen, 64 weniger als im November.

Bei den jungen Arbeitslosen gab es im Vormonatsvergleich einen Rückgang um acht (-1,1 Prozent) auf 735 Jugendliche. Im Dezember 2016 gab es 39 Arbeitslose mehr. Somit nahm die Jugendarbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 5,0 Prozent ab.

Bei den Älteren war die aktuelle Veränderung im Ergebnis zum Monatsende etwas größer. Mit 1.238 über 55-jährigen Arbeitslosen waren es 67 oder 5,1 Prozent weniger als im November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich ihre Zahl nur um drei Personen (-0,2 Prozent). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Hamm verzeichnete aktuell mit 173 Personen (-4,6 Prozent) Rückgang auf 3.613 eine der besten Entwicklungen. Auch im Vorjahresvergleich bedeutete dies eine Reduzierung um 396 Personen (-9,9 Prozent).

Auch bei den Arbeitslosen mit Schwerbehinderung gab es einen spürbaren Rückgang. Ihre Zahl sank um 30 Personen (-4,5 Prozent) auf 634. Dies waren exakt so viele wie im Vorjahresmonat. Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen mit Fluchthintergrund in der Stadt Hamm sank im Dezember um 64 Personen auf jetzt 621. Somit haben aktuell 7,7 Prozent aller Arbeitslosen einen Kontext von Fluchtmigration.

Weiterhin waren Syrer (299 Personen) und Iraker (96 Personen) die am häufigsten vertretenen Nationalitäten. 33 der arbeitslosen Geflüchteten kamen aus der Balkanregion. 378 der arbeitslosen Flüchtlinge (60,9 Prozent) in Hamm sind Männer. Als arbeitsuchend waren im Dezember 1.250 geflüchtete Menschen gemeldet, 21 weniger als im Monat zuvor.

Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt relativ jung. 125 Arbeitslose (20,1 Prozent) sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, 209 Menschen (32,9 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre. Zwischen 35 und 45 Jahre alt sind 159 Menschen (25,6 Prozent).

Beschäftigungsentwicklung Auch die Beschäftigungsentwicklung lieferte gute Nachrichten: Nach den neuesten Daten gibt es in der Stadt Hamm insgesamt fast 57 800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, rund 1500 oder 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 11,5 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Arbeitslosigkeit

Zum Jahresende waren 1559 Arbeitslose bei der Agentur für Arbeit Hamm gemeldet, 32 oder 2,1 Prozent mehr als im Vormonat. Gleichzeitig waren es 139 (-8,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Der günstige Vorjahresabstand ist damit etwas kleiner geworden, aber nach wie vor beträchtlich.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 25 Jahre) gab es im Berichtsmonat einen weiteren Rückgang, und zwar um 14 (-7,9 Prozent) auf 164. Im Jahresvergleich waren es 39 junge Arbeitslose weniger (-19,2 Prozent).

Die Zahl der Arbeitslosen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben, verringerte sich um drei auf 442 (-0,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 25 Personen (6,0 Prozent) mehr. Bei den Langzeitarbeitslosen gab es im Bereich der Arbeitslosenversicherung mit 135 Personen einen Rückgang um 16 oder 10,6 Prozent. In Relation zu Dezember 2016 war es ein minimaler Anstieg um drei oder 2,3 Prozent.

348 Erwerbslose sind Migranten, drei weniger als im Vormonat (-0,9 Prozent). Aktuell gibt es 76 ausländische Arbeitslose weniger als vor einem Jahr (-17,9 Prozent). Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im Dezember um 92 Stellen (6,2 Prozent) auf 1.397 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies immer noch 25,3 Prozent mehr. Die Unternehmen meldeten im Berichtsmonat 293 neue Arbeitsstellen, 68 weniger als noch im November (-18,8 Prozent), zugleich aber 10 oder 3,5 Prozent mehr als vor zwölf Monaten. Entwicklung in der Grundsicherung (Beitrag des Kommunalen Jobcenters Hamm) Im Kommunalen Jobcenter der Stadt Hamm waren im Dezember 2017 insgesamt 6.503 Personen arbeitslos gemeldet. Somit verzeichnete das Jobcenter im Berichtsmonat einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 1,9 Prozent (-129 Personen) gegenüber dem Vormonat. Auch im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 1,4 Prozent (-92 Personen). Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis des SGB II lag im Dezember 2017 bei 7,1 Prozent, dies entspricht einem Rückgang um 0,2 Prozent im Vergleich zum November.

Die Arbeitslosenzahl der im Kommunalen Jobcenter betreuten Männer und Frauen sank, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen. Bei den männlichen Arbeitslosen war im Berichtsmonat ein Rückgang um 1,5 Prozent (-50 Personen) zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen sank stärker, und zwar um 2,5 Prozent (-79 Personen). Im Vergleich zum Dezember 2016 war bei den Frauen ein Rückgang um 0,5 Prozent (-15 Personen) festzustellen, hier sank die Zahl der arbeitslosen Männer gegenüber dem Vorjahr stärker, und zwar um 2,2 Prozent (-77 Personen).

Bezogen auf die Altersgruppen war im Berichtsmonat bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren eine leichter Anstieg um 1,1 Prozent (+6 Personen) im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Bei den lebensälteren Arbeitslosen ab 50 Jahren sank die Anzahl, nämlich insgesamt um 4,2 Prozent (-72 Personen).

Bei den arbeitslosen Ausländern im Bereich des SGB II verzeichnete das Kommunale Jobcenter im Dezember 2017 ebenfalls einen Rückgang. Es wurden insgesamt 2.423 Arbeitslose ohne deutschen Pass gezählt, das sind 3,3 Prozent (-82 Personen) weniger als im November 2017. Auch der Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang in dieser Personengruppe, und zwar um 6,1 Prozent (-157 Personen).

Die Branchenverantwortlichen des Unternehmerservice registrierten im Berichtsmonat eine verstärkte Arbeitskräftenachfrage aus der Zeitarbeit. Aber auch Vermittlungsaufträge für Pflegekräfte, Metallbearbeiter/innen sowie kaufmännisches Personal gingen im Berichtsmonat bei den Branchenexpertinnen und –experten des Unternehmerservices ein.

Rückblick 2017

Das Jahr 2017 war für den Arbeitsmarkt in der Stadt Hamm überwiegend positiv. Der Bestand an Arbeitslosen konnte im Vergleich zu 2016 um 167 Menschen auf 8349 gesenkt werden, was einem Rückgang um 2,0 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 9,2 Prozent, während sie im Jahr 2016 noch bei 9,4 Prozent lag. Die Unterbeschäftigung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,2 Prozent auf 11 633, die Unterbeschäftigungsquote stieg im Jahresdurchschnitt entsprechend um 0,1 Punkte auf 12,4 Prozent.

Während die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt bei Langzeitarbeitslosen (-431), jungen Menschen unter 25 (-9), Schwerbehinderten (-7) und Älteren über 50 (-53) zurückgegangen ist, stieg sie bei Ausländern (+177) an.

Die unterjährige Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in der Stadt Hamm saisontypisch. Während die höchste Quote nach dem Jahresbeginn im Februar noch 9,8 Prozent betrug, konnte sie im Frühjahr auf 8,9 Prozent abgebaut werden, bevor es im „Sommerloch“ wieder bis auf 9,2 Prozent ging. Durch die kräftige Herbstbelebung sank sie danach kontinuierlich bis auf zuletzt 8,8 Prozent im Dezember und markierte damit aktuell den Jahrestiefstwert.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna

Die Entwicklung

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 214 Personen (-1,4 Prozent) auf 15.164. Im Vergleich zu Dezember 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.293 Personen (-7,9 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,3 Prozent. „Im Dezember hat sich die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna verlangsamt. Während es in der Grundsicherung noch einmal zu einem deutlichen Abbau an Arbeitslosen gekommen ist, hat sich die Anzahl an arbeitslosen Menschen im SGB III marginal erhöht“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Verantwortlich für den leichten Anstieg, der sich voraussichtlich auch in den nächsten beiden Monaten fortsetzen werde, seien saisonale Gründe. So liefen zu jedem Quartals- und Jahresende Beschäftigungsverhältnisse aus, zudem führe schlechter werdendes Wetter zu eingeschränkter Betriebsamkeit in den klassischen Außenberufen.

Dass aber gerade die Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen nach wie vor sinke, gibt Helm Anlass, optimistisch ins neue Jahr zu blicken: „Die konjunkturelle Lage ist stark, was wir unter anderem an der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften ablesen können. Es wird daher verstärkt darauf ankommen, durch geeignete Qualifizierungsoffensiven auch jene Menschen fit für die angebotenen Stellen zu machen, die bisher noch nicht im Blickfeld der Unternehmer sind.“

Unterbeschäftigung

Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 21.182 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt – das sind 405 Personen (-1,9 Prozent) weniger als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren noch 1.000 Personen (+4,5 Prozent) mehr unterbeschäftigt. Die aktuelle Unterbeschäftigungsquote liegt bei 9,9 Prozent. Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich 938 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 105 Personen (-10,1 Prozent) weniger. Im Vergleich zu Dezember 2016 waren es 218 Personen (-18,9 Prozent) weniger.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 822 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 207 weniger als im Vormonat (-20,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 37 Personen (-4,3 Prozent) weniger Menschen, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen

Im Kreis Unna leben derzeit 1.045 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 49 (-4,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um neun Jugendliche (-0,9 Prozent) gesunken.

Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Dezember wurden 3.174 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 51 Personen (-1,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 230 ältere Arbeitslose (+6,8 Prozent) mehr.

Aus der Statistik geht hervor, dass 3.550 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 118 Arbeitslose (-3,2 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Dezember 2016 waren 300 ausländische Arbeitslose (+7,8 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 827 geflüchteten arbeitslosen Menschen.

Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat erneut deutlich. Die Zahl hat sich um 131 Personen (-2,0 Prozent) auf 6.322 reduziert. Im Vorjahresvergleich sind das 772 Personen (-10,9 Prozent) weniger.

Im Berichtsmonat sank die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 19 (-1,3 Prozent) auf 1.436. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 72 Personen (-4,8 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im Dezember die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 22 Personen auf 827. Damit hatten im Berichtsmonat 5,5 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.562 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 436 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 86 aus dem Balkan, 75 aus dem Irak und 35 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 66 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 140 (16,9 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 271 (32,8 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 229 (27,7 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Beschäftigungsentwicklung

Auch die Beschäftigungsentwicklung lieferte gute Nachrichten: Nach den neuesten Daten gibt es im Kreis Unna insgesamt 125 600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, rund 2.650 oder 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 10,9 Prozent mehr als vor fünf Jahren.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Bei der Agentur für Arbeit waren 3.991 Arbeitslose gemeldet, drei Personen (+0,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sind es 44 Personen (-1,1 Prozent) weniger.

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)

Die gute Arbeitsmarktlage sorgte im Dezember dafür, dass der Bestand an arbeitslosen Menschen um weitere 217 sinken konnte. „Das liegt aber auch daran, dass die Kreisregion viele Arbeitsplätze im Bereich Lagerlogistik aufweist. Das Geschäft in der Branche ist stark saisonabhängig und erlebte zum Jahresende ein enormes Hoch“, erklärt Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna. „Schaut man sich die Statistik einmal genau an, stellt man allerdings auch fest, dass der Bestand an Arbeitslosen heute ganze 10 Prozent niedriger ist als noch im Vorjahresmonat. Diese Entwicklung zeigt mir, dass wir insgesamt auf einem sehr guten Weg sind.“ Information: Aufgrund einer Rechtsänderung werden Personen, die gleichzeitig Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II beziehen (sogenannte „Aufstocker“), seit dem 1. Januar 2017 ausschließlich von der Agentur für Arbeit betreut. Dies kann zu einem deutlichen Anstieg an Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) im Vergleich zum Vorjahr führen.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit ging in acht Kommunen des Kreises Unna zurück. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bergkamen (-3,4 Prozent bzw. 82 auf 2.328). Danach folgen Fröndenberg (-3,4 Prozent bzw. 18 auf 517), Schwerte (-1,7 Prozent bzw. 23 auf 1.322), Bönen (-1,7 Prozent bzw. 11 auf 650), Lünen (-1,6 Prozent bzw. 72 auf 4.495), Unna (-0,9 Prozent bzw. 17 auf 1.882), Kamen (-0,5 Prozent bzw. acht auf 1.751) und Werne (-0,1 Prozent bzw. eine Person auf 876). In Holzwickede stieg die Anzahl an Arbeitslosen (+0,6 Prozent bzw. drei auf 486), ebenso wie in Selm (+1,8 Prozent bzw. 15 Personen auf 857).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen verringerte sich im Dezember um 250 (-6,8 Prozent) auf 3.402. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 845 Arbeitsstellen (+33 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 868 neue Arbeitsstellen, 46 mehr als im Dezember vor einem Jahr.

Rückblick 2017

Das vergangene Jahr 2017 war ein erfolgreiches auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. Der Bestand an Arbeitslosen konnte im Vergleich zu 2016 um 988 Menschen auf 16.569 gesenkt werden, was einem Rückgang um 5,6 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 7,9 Prozent, während sie im Jahr 2016 noch bei 8,4 Prozent lag. Auch die Unterbeschäftigung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 22.436, die Unterbeschäftigungsquote reduzierte sich im Jahresdurchschnitt entsprechend um 0,2 Punkte auf 10,5 Prozent. Während die Arbeitslosigkeit im Verlauf des Jahres bei Langzeitarbeitslosen (-814), jungen Menschen unter 25 (-43), Schwerbehinderten (-109) und Älteren über 50 (-317) zurückgegangen ist, stieg sie einzig bei Ausländern (+77) und unter 20 Jährigen (+15) leicht an. Die unterjährige Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief im Kreis Unna saisontypisch. Während die Quote zu Jahresbeginn noch 8,4 Prozent betrug, konnte sie bis zu den Sommerferien auf 8,0 Prozent abgebaut werden. Nach einem leichten Aufwuchs auf erneut 8,1 Prozent im Juli, sank sie danach kontinuierlich bis auf zuletzt 7,3 Prozent im Dezember.

 
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