Dennis Schröder führt Deutschland zum EM-Triumph
Erfolge ohne Volksheldenstatus
Schröder ist Welt- und Europameister, NBA-Profi, Kapitän der Nationalmannschaft. Als MVP der WM und EM hätte er längst seinen Platz im Kreis der größten deutschen Sportler sicher. Doch während Dirk Nowitzki zum Publikumsliebling wurde, bleibt Schröder in Deutschland eher rational anerkannt als emotional gefeiert. Medien und Experten attestieren ihm zwar sportliche Größe – in den Herzen der breiten Masse scheint er dennoch nicht verankert.
Mehr als ein Spieler
Dabei war Schröder immer da: ob WM, EM oder Olympia, er führte das Team, während andere NBA-Profis auf Länderspiele verzichteten. Sein Engagement geht weit über das Spielfeld hinaus: Als Hauptgesellschafter der Basketball Löwen Braunschweig sichert er die Zukunft des Vereins, finanziert Jugendprojekte, fördert benachteiligte Kinder. Schröder ist gereift, Familienvater, Verantwortungsträger – und bleibt authentisch, auch wenn er aneckt.
Die Schattenseite der Wahrnehmung
Selbst Schröder selbst zweifelt an der Anerkennung im eigenen Land. „Ich werde in diesem Land nicht die gleiche Liebe bekommen, weil ich dunkelhäutig bin“, sagte er im „Stern“. Ein bitteres Statement, das verdeutlicht, wie sehr gesellschaftliche Vorurteile über sportliche Verdienste hinauswirken. Während Schröder sportlich längst ein Volksheld sein müsste, bleibt er in Deutschland oft der Außenseiter.

