Delta Air Lines trotzt Zollhürden: Abwarten statt Mehrkosten
Delta Air Lines zeigt sich entschlossen im Umgang mit den drohenden Einfuhrzöllen auf Airbus-Flugzeuge und verfolgt eine klare Strategie: Statt die erhobenen Zollkosten in Kauf zu nehmen, will die US-amerikanische Fluggesellschaft betroffene Auslieferungen auf unbestimmte Zeit verschieben. CEO Ed Bastian sprach nach der Präsentation der Quartalszahlen von 'ziemlich unsicheren Zeiten' und betonte, dass Mehrkosten von 20 Prozent durch die Zölle eine wirtschaftliche Herausforderung darstellen würden.
Bastian äułerte Hoffnung auf eine Entspannung der Lage durch Handelsverhandlungen, bevor Delta oder Airbus gezwungen seien, Maßnahmen zu ergreifen. Während Airbus sich nicht offiziell zu den Entwicklungen äułerte, setzte US-Präsident Donald Trump nur einen Teil der angedrohten Zusatzzölle aus, wodurch weiterhin eine allgemeine Einfuhrabgabe von zehn Prozent in Kraft bleibt.
Die Unsicherheiten durch das Vorgehen der Trump-Administration führten dazu, dass Delta seine Jahresprognose vorerst zurückzog. Eine neue Einschätzung der Lage werde erst erfolgen, wenn größere Klarheit herrscht. Der Handelskonflikt lässt laut Delta ein langsameres Wachstum vermuten.
Im aktuellen Quartal erwartet die Airline im schlechtesten Fall einen leichten Umsatzrückgang, im besten Fall ein geringes Plus. Den angedachten Kapazitätsausbau in der zweiten Jahreshälfte hat der Konzern mittlerweile gestoppt, da die Unsicherheit weiterhin sowohl Unternehmens- als auch Verbraucherentscheidungen beeinflusst.

