Dax unter Druck, während Wall Street weiter Rekorde jagt
Während die Wall Street mit einer Rekordjagd die Anleger begeistert, bleibt der Dax im Schatten stehen und verzeichnet einen Rückgang. Die Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die New Yorker Börse beflügelt, der deutschen Leitindex hingegen kann weiterhin nicht auf Rekordkurs gehen.
Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets, unterstreicht: 'Während die Wall Street floriert, verharrt der Dax.' Dies spiegelt sich auch im Handel wider, wo Quartalsberichte und pessimistische Prognosen für deutsche Unternehmen dem Markt zusetzen. Der Dax sank im frühen Handel um 0,35 Prozent auf 24.225 Punkte, deutlich entfernt von seinem Rekordhoch. Auch der MDax und der EuroStoxx 50 verzeichnen Verluste.
In Asien führten die jüngsten Kursgewinne nicht zu einem positiven Trend. Stattdessen überwogen Gewinnmitnahmen, da Investoren von Handelsabkommen der USA mit asiatischen Ländern enttäuscht sind. Anlagenexperte Andreas Lipkow kommentiert, dass die amerikanischen Forderungen in den Abkommen als schlechtes Omen für die fortlaufenden Verhandlungen mit China gewertet werden.
Im Dax stehen zwei Unternehmen im Fokus: Während die Deutsche Börse leicht nachgibt, rutschen die Papiere von Symrise ans Ende des Index. Symrise zeigt angesichts des Wachstums eine defensivere Haltung für das kommende Jahr.
Dramatische Kursverluste mussten Anleger von Suss Microtec hinnehmen, das nach einem schwachen Quartal seine Erwartungen korrigiert. Auch Hypoport zeigt sich pessimistischer, da ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Bank schwächelt.
Siltronic hingegen glaubt weiterhin an seine Jahresziele, schränkt jedoch die Margenvorgaben ein und gewinnt 2 Prozent an Wert. Positiv gestimmt ist Nordex: Der Windturbinenhersteller hebt nach starken Quartalszahlen die Gewinnprognose an und überzeugt mit einem Kursplus von 13 Prozent.

