Dax unter Druck: SAP enttäuscht mit Quartalszahlen und Prognosen
Der deutsche Leitindex Dax musste einen massiven Rückschlag hinnehmen, nachdem der Software-Gigant SAP seine Investoren mit schwachen Quartalszahlen und enttäuschenden Prognosen verprellte. Diese unerfreuliche Entwicklung drückte den Dax um 2,07 Prozent auf 24.309,46 Punkte, wobei allein das schwächelnde SAP-Wertpapier maßgeblich dazu beitrug. Zusätzlichen Gegenwind erhielten die Aktienmärkte durch geopolitische Spannungen, insbesondere den brodelnden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Diese Umstände ließen auch den MDax, einen Index mittelgroßer Werte, um 1,29 Prozent auf 31.233,68 Zähler sinken. Auch jenseits des Atlantiks sah es düster aus: An der Wall Street belastete vor allem der Einbruch der Microsoft-Aktie die Kurse. Analystin Christine Romar von CMC Markets deutete die jüngsten Entwicklungen als besorgniserregendes Signal für Investoren, insbesondere sollte sich die geopolitische Lage weiter zuspitzen.
Trotz eines geplanten Aktienrückkaufprogramms in Höhe von bis zu 10 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren, rutschte die SAP-Aktie um gut 16 Prozent auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren ab. Diese Verluste erinnern an den schweren Rückschlag im Oktober 2020 während der Corona-Pandemie. Demgegenüber glänzte die Deutsche Bank mit einem Rekord-Pre-Tax-Ergebnis von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2025, das sowohl die Renditeziele als auch Analystenerwartungen übertraf. Dennoch fiel die Aktie im schwachen Umfeld um 1,3 Prozent. Mit erfreulichen Nachrichten konnte die DWS aufwarten: Sie übertraf ihre Ziele und plant eine Sonderdividende für 2027, was die Aktien um 10 Prozent anhob. Siemens zeigten sich an der Dax-Spitze mit einem Plus von 2 Prozent, dank des starken Auftragseingangs des Konkurrenten ABB.
Nemetschek hingegen erfuhr einen Kursrückgang von 3,6 Prozent, bedingt durch die allgemeine Schwäche im europäischen Software-Sektor. Ein positives Bild zeichnete sich bei Aurubis ab. Die Kupferpreisentwicklung lockte Anleger an und hob die Aktien der Hamburger Kupferhütte um 2,6 Prozent auf neue Höhen. Zusätzlich zeigte sich der EuroStoxx 50 schwach mit einem Rückgang von 0,7 Prozent, während der schweizerische SMI um ein Prozent zulegte und der Londoner FTSE 100 ein Plus von 0,2 Prozent verbuchte. Der US-Tech-Index Nasdaq 100 erlitt am Ende des europäischen Handelstags einen Rückgang von 1,7 Prozent.

