DAX unter Druck: Jobdaten und Ukraine-Verhandlungen im Fokus

Der deutsche Aktienmarkt sieht einem schwächeren Start entgegen, nachdem zum Wochenbeginn noch eine positive Tendenz vorherrschte. Der X-DAX indiziert rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,5 Prozent bei 24.105 Punkten, was die psychologisch relevante Marke von 24.000 Punkten wieder in greifbare Nähe rücken lässt. Auch der Eurostoxx 50, Leitindex der Eurozone, wird voraussichtlich mit einem Rückgang von 0,4 Prozent eröffnet.
Investoren ziehen sich angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten in die Defensive zurück. Diese Daten sind entscheidend für die Geldpolitik der Federal Reserve und bieten neben der Inflationsentwicklung Aufschluss über die wirtschaftliche Lage in den USA. Neben dem aktuellen Bericht werden zudem die Beschäftigungszahlen für Oktober nachgereicht, die aufgrund eines Regierungsstillstands im Herbst bislang nicht veröffentlicht werden konnten.
Auch geopolitische Faktoren wirken auf die Märkte ein. Neuigkeiten zu den jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine lassen Rüstungswerte ins Blickfeld rücken. Berichten zufolge hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj signalisiert, auf einen NATO-Beitritt zu verzichten, was Gespräche in Berlin als Fortschritt erscheinen ließ. Dies führte jedoch zu Einbußen bei deutschen Rüstungstiteln: Auf Tradegate verloren Rheinmetall, Renk, Hensoldt und TKMS im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs teils deutlich an Wert.
Der Autozulieferer Stabilus versucht währenddessen, das Vertrauen seiner Anleger zurückzugewinnen. Nach einem schwachen Ausblick und einer Reduzierung der Dividende plant das Unternehmen einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu 20 Millionen Euro. Diese Ankündigung führte auf Tradegate zu einem Kursanstieg von 2,2 Prozent.

