Dax unter Druck: Handelsstreit mit China belastet Märkte
Die jüngste Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat den Dax am Mittwoch schwer belastet. Nachdem China weitere Einfuhrzölle in der Höhe von 50 Prozent auf alle US-amerikanischen Waren ankündigte, werden ab dem 10. April Zusatzabgaben von insgesamt 84 Prozent auf sämtliche US-Waren fällig. Gleichzeitig haben die USA ihre Einfuhrzölle auf chinesische Produkte auf insgesamt 104 Prozent erhöht.
Auch die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union stehen auf der Kippe, was die globalen Wirtschaftsaussichten weiter eintrübt und das Risiko einer Rezession erhöht. In Reaktion auf diese Entwicklungen fiel der Dax um 3,00 Prozent und schloss bei 19.670,88 Punkten. Zwar konnten die Verluste, bedingt durch die Reaktion Chinas, etwas abgeschwächt werden, auch weil sich die US-Märkte stabilisierten, dennoch setzt der Index seine Rückwärtsbewegung fort, die am vorherigen Tag nur kurzzeitig unterbrochen wurde.
Der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen abbildet, verlor 2,76 Prozent und fiel auf 24.866,00 Punkte, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 mit einem Minus von über 3 Prozent aus dem Handel ging. Die zurückgehenden Ölpreise sind ebenfalls ein Indikator für die wachsende Angst vor einer wirtschaftlichen Abkühlung, und auch an den Anleihemärkten zeichnet sich Unruhe ab. Langfristige US-Staatsanleihen verzeichneten am Mittwoch zeitweise markante Renditeanstiege – ein alarmierendes Zeichen, so die Experten der Dekabank, das deutlich macht, dass die etablierten sicheren Häfen an Glaubwürdigkeit verlieren könnten.

