Dax: Trügerischer Aufwind im Späthandel – Herkulesaufgabe zum Jahresende?
Ein leichter Rückschritt nach einem erfreulichen Handelsverlauf: Der Dax büßte am Montag im späten Geschäft einen Teil seiner Tagesgewinne ein. Verantwortlich dafür sind laut Christine Romar von CMC Markets fortgesetzte Gewinnmitnahmen an der Wall Street. Diese hatten den deutschen Leitindex in den Bann gezogen, nachdem Bedenken über die hohe Bewertung von US-Technologieunternehmen – beflügelt durch die jüngsten Quartalsergebnisse von Oracle und Broadcom – aufkamen. Diese Sorgen lasten 'wie ein Damoklesschwert' auf den Märkten und beeinflussen die Stimmung. Der Dax schloss dennoch mit einem leichten Plus von 0,18 Prozent und erreichte 24.229,91 Punkte.
Damit bleibt der Aufwärtstrend der letzten drei Wochen vorerst unangetastet. Allerdings warnte Romar, dass die fehlenden gut zwei Prozent zum Allzeithoch ohne starke positive Impulse eine erhebliche Herausforderung für den Rest des Börsenjahres darstellen könnten. Der MDax, in dem mittelgroße deutsche Unternehmen gelistet sind, verzeichnete einen Zuwachs von 0,85 Prozent und endete bei 30.214,61 Punkten.
Mit Spannung erwarten die Anleger nun den US-Arbeitsmarktbericht, der am Dienstag die Entwicklungen für Oktober und November kompensieren soll. Der Bericht wird als entscheidend angesehen, zumal der jüngste Regierungsstillstand die US-Notenbank Fed im Unklaren über die Arbeitsmarktsituation ließ. Für die Fed steht neben der Inflationsbekämpfung die Vollbeschäftigung als weiteres zentrales Ziel im Fokus.

