DAX trotzt Unsicherheiten mit stabiler Haltung, während Einzelwerte für Schlagzeilen sorgen
Die Aktienmärkte Europas zeigen sich weiterhin unbeeindruckt von großen Schwankungen, und auch der DAX bleibt seiner stabilen Linie treu. Während die Wall Street und die Nasdaq trotz eines positiven Starts in den US-Börsentag leichte Verluste verzeichneten, signalisieren die Voranzeigen für den Xetra-Handel eine unveränderte Eröffnung des DAX bei etwa 24.181 Punkten. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex des Euroraums, wird als nahezu unverändert prognostiziert.
Laut Analyst Martin Utschneider von Robomarkets sei die Verteidigung der Marke von 24.162 Punkten für den DAX entscheidend. Dieses Niveau markiert das „Gap“ vom 2. Oktober, was es dem DAX ermöglicht hatte, sein Rekordhoch von 24.771 Punkten zu erreichen. Sollte der DAX diese Barriere halten, stehen ihm weitere Kursanstiege offen. In Frankreich könnten die anstehenden Misstrauensvoten jedoch für Unruhe sorgen, obwohl Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erwartet, dass Sebastien Lecornu als Premierminister bleiben wird und somit das Szenario von Neuwahlen abwendet.
Im Fokus stehen unterdessen gewichtige Einzelwerte wie Merck und SAP. Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck zeigt sich nach einem Konzernumbau zuversichtlich für weiteres Wachstum, was die Anleger dazu motivierte, die Aktie im vorbörslichen Handel um etwa ein Prozent ansteigen zu lassen. SAP hingegen sieht sich mit einem Rückgang konfrontiert, nachdem der Konkurrent Salesforce optimistische Umsatzprognosen bis 2030 ankündigte, wodurch dessen Aktienkurs um rund vier Prozent zulegte.
Für positive Bewegungen sorgte Sartorius, der seine Umsatzprognose nach einem starken dritten Quartal leicht anhob und auf Tradegate einen Anstieg um viereinhalb Prozent verzeichnete. Auch Flatexdegiro profitierte von einer positiven Prognose für 2025, was die Aktie um anderthalb Prozent steigen ließ. Der Medizintechnikhersteller Drägerwerk konnte durch gute Geschäftsergebnisse einen Kurssprung von sechs Prozent verzeichnen, indem er seine Erwartungen für das Gesamtjahr optimistischer darstellte.

