Dax trotzt September-Schwäche und startet positiv in den Monat
Der deutsche Leitindex Dax hat einen positiven Start in den September hingelegt und am Montag mit einem Zuwachs von 0,57 Prozent bei 24.037,33 Punkten geschlossen. Damit kletterte der Index erneut über die wichtige Marke von 24.000 Punkten, um die er zuletzt oszillierte. Neue Impulse blieben jedoch aus, da in den USA wegen des 'Labor Day' kein Handel stattfand. Parallel dazu verzeichnete der MDax der mittelgroßen Unternehmen einen Anstieg von 0,53 Prozent auf 30.466,03 Punkte.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Markt durch einen Umsatzsprung bei Alibaba, hervorgerufen durch dessen KI-bezogene Produkte, während sich die Stimmung unter den Industrieunternehmen der Eurozone verbesserte. Allerdings wurde die erste Schätzung für Deutschland leicht nach unten angepasst. Experten wie Jürgen Molnar von Robomarkets betonen die Bedeutung der 24.000-Punkte-Marke, um ein Korrektursignal zu vermeiden. Die Zeit nach dem 'Labor Day' wird von Fachleuten als Indikator für eine mögliche Jahresendrally betrachtet.
Der September genießt den Ruf eines unberechenbaren Börsenmonats. Marktbeobachter Andreas Lipkow sieht mit Spannung die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts und die anstehende Zinsentscheidung der Fed. Zwei bedeutende Gerichtsentscheidungen vor dem US-Supreme Court könnten ebenfalls für Bewegung sorgen. Diese betreffen die Tarifpolitik von Donald Trump und die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook, Entwicklungen, die nach Ansicht von Thomas Altmann von QC Partners das Potenzial haben, die Börsenlandschaft zu beeinflussen.
Trotz der vielen Unwägbarkeiten legten die großen europäischen Indizes zu. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,29 Prozent auf 5.367,08 Punkte. Der französische CAC 40 und der Londoner FTSE 100 schafften es ebenfalls, im Plus zu verharren. Der SMI in Zürich fiel hingegen leicht zurück. In Deutschland stachen insbesondere Rüstungsaktien hervor. Rheinmetall setzte seine Aufwärtsbewegung mit einem Plus von 3,5 Prozent fort, Renk und Hensoldt verbuchten ebenfalls nennenswerte Gewinne im MDax.
Den Platz am Ende des Dax belegten Bayer mit einem Rückgang von 0,7 Prozent, als die Papiere den jüngsten Erholungstrend nach der Verfehlung eines Studienziels für den Wirkstoff Vericiguat fortsetzten. Teamviewer beeindruckte im MDax mit einem Sprung von 11,9 Prozent, nachdem die Bank of America die Aktie hochgestuft hatte, gestützt durch die KI-Fortschritte des Unternehmens. Dagegen verloren ProSiebenSat.1 im SDax 2,7 Prozent aufgrund einer Verkaufsempfehlung von Analyst Jörg Philipp Frey in Hinblick auf den reduzierten Streubesitz.

