DAX: Rekordfahrt setzt aus, Rückversicherer belasten Marktstimmung
Der DAX, der deutsche Leitindex, verzeichnete nach einem bemerkenswerten Anstieg zu Beginn der Woche am Dienstag eine Verschnaufpause. Der Index schloss mit einem moderaten Plus von 0,31 Prozent bei 23.638,56 Punkten, nachdem er am Vortag mit 23.912 Punkten einen neuen Höchststand erreicht hatte. Der marktstützende Effekt schwächer als erwarteter Verbraucherpreise in den USA reichte nicht aus, um die Aufwärtsdynamik des Index weiter zu befeuern. Dennoch hatte der DAX in den letzten fünf Wochen eine beeindruckende Erholung von fast 30 Prozent von seinem Tiefpunkt hingelegt.
Gedämpfte Quartalsergebnisse der Rückversicherungsriesen Munich Re und Hannover Rück trugen zur Zurückhaltung am Markt bei. Besonders Munich Re geriet unter Druck und schloss als Schlusslicht des DAX mit einem Minus von 4,6 Prozent, während Hannover Rück mit einem Rückgang von 4,4 Prozent ebenso enttäuschte.
Ein Lichtblick war hingegen Bayer, dessen Aktie durch solide Jahresauftaktzahlen, getrieben vom Pharmageschäft und einer stabilen Agrarsparte, mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent belohnt wurde. Zu Beginn des Handelstages konnte die Aktie sogar einen Zuwachs von 12 Prozent verzeichnen.
Im Kontrast dazu gaben die Mid-Cap-Aktien des MDAX leicht nach und schlossen mit einem Minus von 0,10 Prozent bei 29.755,94 Punkten. Der Immobiliensektor kämpfte mit den Folgen steigender Kapitalmarktzinsen, die Geschäftsmodelle herausfordern. Unternehmen wie Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien und Aroundtown verzeichneten Verluste zwischen 2,7 und 4,2 Prozent.
In der Luftfahrtbranche erlebte Fraport einen Rückschlag: Ein später Ostertermin, erhöhte Personalkosten sowie ein reduziertes Flugangebot führten im ersten Quartal zu negativen Ergebnissen, die Aktie sank um 3,8 Prozent.
Innerhalb des SDAX verlor der Autovermieter Sixt 4,4 Prozent, nachdem der Verlust vor Steuern höher ausfiel als erwartet. Umgekehrt reagierten Aktien des Wissenschaftsverlags Springer Nature positiv auf optimistischere Prognosen für 2025 und stiegen um 6,7 Prozent.
Der EuroStoxx 50, das Pendant der Eurozone, schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent, während der Dow Jones in New York zum Ende des europäischen Handels 0,4 Prozent niedriger notierte. Die Technologiebörse Nasdaq 100 hingegen erzielte einen Anstieg von 1,5 Prozent.

