Dax-Korrektur: Geopolitische Unsicherheiten bremsen das Börsentempo
Nach einer erfreulichen Vorwochenerholung stockte der Dax zu Wochenbeginn bereits in den ersten Handelsminuten. Der Leitindex erreichte ein vorläufiges Hoch über 24.220 Punkten, weit entfernt vom Rekordhoch von 24.639 Punkten. Investoren agierten vorsichtiger angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen. Innerhalb der ersten Handelsstunde rutschte der Dax um 0,23 Prozent auf 24.107 Punkte, während sich der MDax um 0,32 Prozent auf 31.393 Punkte abschwächte. Der EuroStoxx 50, als Barometer der Eurozone, zeigte sich stabil nahe seinem Freitags-Schlussstand. Die nächsten Kursbewegungen könnten von bedeutenden Ereignissen abhängen. Besonders mit Spannung wird am Dienstag die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten erwartet. Diese könnten maßgeblich die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed beeinflussen. Zusätzlich steht das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin im Fokus, das entscheidende Weichen im Ukraine-Konflikt stellen könnte. UBS-Analysten wiesen auf die fragile Marktstimmung hin, die weiterhin von Zolldrohungen und geopolitischen Spannungen geprägt bleibt. Der drohende Ablauf des Handelskriegs-Aufschubs zwischen den USA und China am 12. August sorgt für zusätzliche Nervosität. Vor diesem geopolitischen Hintergrund gerieten Rüstungsaktien unter Druck. Rheinmetall-Aktien gaben um 4,6 Prozent nach, während die Papiere von Deutz um 3,4 Prozent fielen. Salzgitter verlor 0,8 Prozent, wiewohl die jüngst bestätigten Jahresziele die Aktie stabilisieren könnten. Weiterhin kam Hypoport nach freundlichem Start unter Verkaufsdruck und verlor 4,4 Prozent, nachdem die finalen Zahlen keine Verbesserungen zeigten. Ein Lichtblick war Munich Re, dessen Aktien, beflügelt von einer Erholung von den Freitagsverlusten, um 1,7 Prozent stiegen. Auch Symrise konnte mit einem Kursplus von 0,6 Prozent punkten, dank einer Kaufempfehlung der Baader Bank, die trotz unsicherem Umfeld das positive Chancen-Risiken-Profil unterstrich.

