Dax erholt sich trotz gemischter Vorgaben: Bayer profitiert von Milliardenvergleich

Nach einem durchwachsenen Start in den Tag gelang es dem Dax, sich am Dienstagnachmittag dank einer Erholung der New Yorker Börsen ins Plus zu arbeiten. Sowohl der Dow Jones Industrial als auch der S&P 500, die als Barometer für Standardwerte gelten, balancierten zuletzt knapp über der Gewinnschwelle, was dem deutschen Leitindex den nötigen Auftrieb verlieh.
Der Dax schloss mit einem Anstieg von 0,80 Prozent bei 24.998,40 Punkten und näherte sich dabei zeitweise erneut der psychologisch bedeutsamen 25.000-Punkte-Marke. Diese war den gesamten Februar über umkämpft und das Überschreiten sendet nun ein positives charttechnisches Signal. Der MDax, der Index für mittelgroße deutsche Unternehmen, verzeichnete ein geringeres Plus von 0,25 Prozent und landete bei 31.444,33 Punkten.
Trotz negativer Konjunkturerwartungen aus der ZEW-Umfrage blieb das Hauptaugenmerk der Anleger auf den Potenzialen und Risiken der Künstlichen Intelligenz. Laut Andreas Lipkow von CMC Markets sind diese Langfristfragen für den Dax momentan noch nicht von entscheidender Bedeutung. Ein Highlight des Nachmittags war der Sprung der Bayer-Aktien, gestützt durch Nachrichten über einen milliardenschweren Vergleich zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in den USA. Die Bayer-Papiere stiegen um beachtliche 7,4 Prozent auf 49,32 Euro und näherten sich damit der 50-Euro-Marke, was seit September 2023 nicht mehr erreicht wurde.
Im Immobiliensektor war Vonovia gefragt, mit einem Kursplus von fast vier Prozent. Noch stärker zeigte sich Aroundtown im MDax, das von einem Bericht des Research-Dienstes Viceroy profitierte und um 4,8 Prozent zulegte. Eine allgemeine Branchentendenz zu sinkenden Zinsen am Anleihemarkt unterstützte die positive Stimmung.
Auf der Verliererseite fanden sich die Aktien von Teamviewer und Aumovio, belastet durch Sorgen um die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf ihre Geschäftsfelder. Teamviewer verzeichnete ein weiteres Rekordtief mit einem Rückgang von drei Prozent, während Aumovio 4,3 Prozent einbüßte. Auch die Südzucker-Aktien erlitten mit einem Minus von vier Prozent einen Rückschlag, nachdem der Konzern außerordentliche Abschreibungen angekündigt hatte.
Im SDax schwankten Ottobock-Anleger stark, inspiriert von guten Jahreszahlen, aber einem unsicheren langfristigen Ausblick, was letztlich zu einem Rückgang von 4,2 Prozent führte. Der EuroStoxx 50 schloss höher mit einem Anstieg von 0,72 Prozent auf 6.021,85 Punkte.

