Dax bleibt stabil – Anleger blicken gespannt auf geopolitische Entwicklungen
Der deutsche Leitindex Dax präsentiert sich in den frühen Handelsstunden des Dienstags unverändert und tendiert mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent bei 24.338 Punkten. Damit hält er Kurs, weniger als 300 Punkte von seinem Rekordhoch aus dem Juli entfernt, aber es gelingt ihm derzeit nicht, die Marke von 24.500 Punkten zu überwinden. Ähnlich bewegt sich auch der EuroStoxx 50, der für die Euroregion 0,1 Prozent im Plus liegt.
Parallel zur Börsenentwicklung richtet sich der Fokus der Anleger zunehmend auf das aktuelle politische Geschehen. Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Politikern ruft nun den Wunsch nach einem Gipfel über den Ukraine-Konflikt hervor. Trump plant außerdem bilaterale Gespräche zwischen Selenskyj und Russlands Präsident Wladimir Putin, die schließlich in einer Dreier-Konferenz münden sollen.
Trotz dieser Bemühungen bleibt Vorsicht an den Finanzmärkten geboten. Wie Thomas Altmann von QC Partners betont, ist ein sofortiger Friedensdurchbruch unwahrscheinlich und die Investoren sind unsicher, wie sie sich positionieren sollen. Während niemand die Chance auf eine Friedensrallye verpassen möchte, ist die Furcht vor einem Misserfolg der Gespräche präsent.
Im Unternehmenssektor gibt es differenzierte Entwicklungen. Barclays hat die Bewertung für Merck KGaA von "Overweight" auf "Equal-weight" herabgestuft, nachdem Analystin Emily Field ihre Prognosen für Umsatz und Ergebnis bis 2029 angepasst hat. Die Aktien von Merck verloren daraufhin 1 Prozent auf Tradegate. Doch nicht alle Nachrichten sind negativ: Stratec meldet sich trotz Rückgängen optimistisch, schon bald seine Jahresziele zu erreichen, was dem Kurs zunächst ein Plus von 5,7 Prozent bescherte.
Derweil griffen geopolitische Unsicherheiten erneut auf Militärwerte über. Rheinmetall, Hensoldt und Renk verzeichneten nach Gewinnen am Vortag Abschläge, da die Märkte weiterhin auf Entwicklungen im Ukraine-Konflikt reagieren. Diskussionen um Sicherheitsgarantien für die Ukraine beinhalten das Potenzial, dass die EU von den USA finanzierte Rüstungsgüter erwirbt.

