DAX-Aufsichtsräte profitieren von steigenden Vergütungen

Die Aufsichtsratsmitglieder der DAX-Unternehmen konnten im vergangenen Jahr von einer deutlichen Steigerung ihrer Vergütungen profitieren. Im Durchschnitt erhielten die Aufseher der börsennotierten deutschen Top-40-Konzerne rund 131.400 Euro, was einen Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Zahlen entstammen einer aktuellen Analyse der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Während gewöhnliche Mitglieder des Aufsichtsrats von diesem Zuwachs profitierten, konnten Vorsitzende und deren Stellvertreter noch höhere Anstiege verzeichnen.
Der durchschnittliche Vorsitzende eines DAX-Aufsichtsrats erhielt 2024 rund 436.000 Euro (+3,8 Prozent), während die stellvertretenden Vorsitzenden auf knapp 287.000 Euro (+3,6 Prozent) kamen. Insgesamt stieg die Vergütungssumme der überwachten Gremien um 4,4 Prozent auf rund 128 Millionen Euro. An der Spitze der Einkommensliste standen, wie im Vorjahr, die Aufsichtsräte von Volkswagen mit einer Gesamtvergütung von rund 7,8 Millionen Euro für das 20-köpfige Gremium. Ihnen dicht auf den Fersen waren die Deutsche Bank und BMW mit ähnlichen Beträgen.
Besonders herausragend unter den Vorsitzenden war Alexander Wynaendts von der Deutschen Bank, der mit 950.000 Euro ganz vorne lag, gefolgt von Michael Diekmann von der Allianz und Hans Dieter Pötsch von Volkswagen. Deutlich sichtbar in der Liste ist auch Birgit Steinborn, stellvertretende Vorsitzende bei Siemens, als bestbezahlte Aufseherin mit einer Vergütung von 452.000 Euro.

