Dax auf Erholungskurs: Schnäppchenjäger und Gewinner vor der Zollentscheidung
Der Dax zeigt sich am Dienstag von seiner robusten Seite und legt im Einklang mit den US-amerikanischen und asiatischen Börsen zu. Zur Mittagszeit verzeichnet der deutsche Leitindex einen Zuwachs von 1,55 Prozent, was ihn auf 22.506 Punkte bringt. Am Vortag hatte ihn die Angst vor neuen Zollmaßnahmen kurzzeitig unter die 22.000-Punkte-Marke gedrückt.
An den Märkten wird mit Spannung die Ankündigung eines großen Zollpakets durch US-Präsident Donald Trump erwartet, das die internationalen Handelskonflikte verschärfen könnte. Doch die Marktteilnehmer sehen dies nicht nur negativ: Viele negative Erwartungen sind bereits in den Kursen berücksichtigt, so die Einschätzung von Börsianern. Besonders profitieren derzeit Käufe von Schnäppchenjägern, die die starke Kursentwicklung im ersten Quartal für Nachkäufe nutzen.
Auch andere Indizes zeigen Stärke: Der MDax klettert um 1,75 Prozent auf 27.872 Punkte, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 1,3 Prozent zulegt. Im Dax gehören die Aktien von Adidas mit einem Anstieg um 3,7 Prozent zu den Gewinnern. Analysten heben die positiven Signale aus dem Unternehmen und den optimistischen Ausblick für 2025 hervor, die aus der starken Markenperformance und den vollgefüllten Auftragsbüchern resultieren.
Die SAP-Aktie gewinnt 1,9 Prozent, nachdem das Unternehmen von einem positiven Effekt durch überraschend gute Ergebnisse und einen optimistischen Ausblick der US-Firma Progress Software profitiert. Besonders dynamisch entwickeln sich die Werte von Thyssenkrupp, die fast zehn Prozent zulegen. Angetrieben durch Geschäfte in der Marinesparte und positive Trends im Stahlsektor setzen sie ihren Aufwärtstrend fort.
Im Reisesektor erholt sich die Lufthansa-Aktie mit einem Plus von 1,8 Prozent durch optimistische Aussagen des Finanzvorstands Till Streichert. Tui-Papiere steigen um 4,1 Prozent, da Hauck Aufhäuser Investment Banking eine Kaufempfehlung ausspricht. Auch Nordex verzeichnet Zugewinne von 2,7 Prozent dank eines Großauftrags aus Finnland.

