Dax auf Achterbahnfahrt: Nach Rekordhoch folgt Rückgang
Der deutsche Aktienindex Dax konnte am Freitag seinen Kursrekord vom Vortag nicht fortsetzen und zeigte gegen Mittag ein moderates Minus, indem er auf 24.589 Punkte fiel. Am Donnerstag hatte das Börsenbarometer mit 24.711 Zählern ein historisches Hoch erreicht, und die bedeutende Marke von 25.000 Zählern scheint nun in greifbarer Nähe zu liegen. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Dax beeindruckende Zuwächse von 23,5 Prozent.
Die dynamische Entwicklung des Dax stützt sich auf ein solides globales Wirtschaftswachstum, vorteilhafte Finanzierungsbedingungen sowie fiskalische Anreize. Diese Faktoren, gepaart mit ermutigenden Gewinnprognosen und angemessenen Bewertungen, verleihen den Dax-Unternehmen Rückenwind. Joachim Schallmayer, Kapitalmarktstratege bei der Dekabank, betont die Bedeutung solcher Rekordwerte zur Sicherung realer Vermögenswerte in Zeiten zunehmender staatlicher Verschuldung.
Trotz der positiven Vorzeichen zeigten sich auch einige Schwächen am Markt: Der MDax verlor 0,9 Prozent und stand bei 30.652 Punkten. Auch der Eurozonen-Leitindex, der EuroStoxx 50, verbuchte ein leichtes Minus. In der Rüstungsindustrie nahmen die Anleger Gewinne mit, was zu einem Abschwung bei Hensoldt um 5 Prozent und einem Plus von gut 4 Prozent bei Renk führte, während Rheinmetall trotz potenzieller Großaufträge um 2,4 Prozent sank. Derweil plant die Bundesregierung laut 'Handelsblatt' die Bestellung von über 600 Flugabwehrpanzern des Typs Skyranger im Milliardenwert für die Drohnenabwehr.
Im Segment der Nebenwerte traf Energiekontor auf deutlichen Gegenwind und büßte nach einer Anpassung der Geschäftsaussichten aufgrund von Schwierigkeiten in Deutschland und Großbritannien fast ein Fünftel seines Wertes ein. Brenntag stand ebenfalls unter Druck, da eine Verkaufsempfehlung der Bank UBS die Aktien um ein Prozent sinken ließ. Salzgitter-Aktien, die zuvor stark gestiegen waren, verzeichneten einen Kursrückgang von gut drei Prozent.

