Dax: 25.000-Punkte-Marke bleibt in Reichweite – Augen auf US-Inflationsdaten

Der Dax präsentiert sich zum Wochenausklang bedächtig und kreist weiterhin um die prestigeträchtige 25.000-Punkte-Schwelle, ohne sie zu überschreiten. Trotz eines hohen Stands von nahezu 24.900 Punkten in den frühen Handelsstunden verharrte der Index zuletzt unverändert bei 24.853 Zählern und peilt ein Wochenplus von einem halben Prozent an. Der MDax hingegen driftete leicht ins Minus, während der EuroStoxx 50 einen spürbaren Rückschlag von 0,3 Prozent hinnehmen musste.
Experten der Helaba betonen, dass ein dauerhafter Sprung über die 25.000 Punkten die Türen zur nächsten Bestmarke öffnen könnte. Doch die Stimmung bleibt angespannt, da insbesondere KI-Bedenken aus New York weltweit Einfluss nehmen. Entscheidender Fokus liegt nun auf den bevorstehenden Inflationsdaten aus den USA, die Rückschlüsse auf die zukünftige Zinspolitik der Fed geben könnten. Inmitten dessen bleibt die laufende Münchner Sicherheitskonferenz ein weiterer Beobachtungspunkt für Investoren.
Am Unternehmenshorizont lies Siemens am Vortag durch Kursvolatilität aufhorchen, jedoch beruhigte sich die Lage am Freitag. Seine Dividendenzahlungen sorgten für zusätzliche Berechnungen. Positiv stechen MTU hervor, die mit einem Kursplus von 3,6 Prozent als strahlender Dax-Gewinner punkten konnten, unterstützt durch die erfreulichen Ergebnisse des Partners Safran. Auch Airbus erfreute sich eines leichten Anstiegs. Die Verteidigungsindustrie fand erneut Interesse, wie Rheinmetall zeigt.
Dagegen verzeichnete Delivery Hero mit einem Absturz unter die 20-Euro-Marke negative Schlagzeilen. Schuld daran sind die enttäuschenden Zahlen ihrer Nahost-Tochter Talabat, die vom JPMorgan-Analysten Marcus Diebel als „Gewinnwarnung“ interpretiert wurden. RWE erlebte einen Rücksetzer aufgrund neugestalteter neutraler Einschätzungen, während PVA Tepla und andere Halbleiterakteure von optimistischen Kommentaren profitierten und Kursgewinne verbuchten.

