David Schwartz: Verkauf von XRP macht mich nicht zum Bösewicht
David Schwartz, der ehemalige Chief Technology Officer von Ripple, hat in der Vergangenheit 40.000 Ethereum-Token zu einem Preis von $1,05 pro Stück verkauft. Dieser Handel brachte ihm $42.000 ein. Heute wären diese Token etwa $94 Millionen wert.
Ein Muster früher Ausstiege
Schwartz hat nicht nur Ethereum frühzeitig verkauft. Er besaß einst über 1.000 Bitcoin und verkaufte den Großteil davon zu einem Preis von $1.000 pro Coin. Den Rest veräußerte er bei einem Kurs von $7.500. Heute hält er weniger als einen Bitcoin. Eine ähnliche Geschichte zeigt sich bei XRP: Er verkaufte den Großteil seiner Bestände, als der Token $0,10 erreichte, da er nicht glaubte, dass der Preis auf $0,25 steigen würde.
Diese Entscheidungen haben innerhalb der XRP-Community für Kritik gesorgt. Einige sehen seine frühen Verkäufe als Beweis für schlechtes Urteilsvermögen. Die Kritik wurde lauter, als Schwartz öffentlich infrage stellte, ob XRP jemals $100 oder gar $10.000 erreichen könnte – Preisziele, die viele in der Community für realistisch halten.
Everyone had the same opportunity to buy and sell XRP that I did. I did the same thing with bitcoin and ETH and nobody seems to have a problem with that. I utterly reject the idea that selling is somehow morally inferior to buying and have advocated that everyone sell when it’s…
— David ‘JoelKatz’ Schwartz (@JoelKatz) May 5, 2026
Was Schwartz tatsächlich sagte
In einer Antwort auf X verteidigte Schwartz seine Entscheidung, Vermögenswerte zu verkaufen, und wies die Vorstellung zurück, dass dies jemanden weniger engagiert oder schuldig mache. Er betonte, dass jeder Investor die gleiche Möglichkeit hatte, XRP zu kaufen und zu verkaufen, wie er es tat. Diese Herangehensweise wandte er auch bei Bitcoin und Ethereum an, ohne dass es zu ähnlicher Kritik kam.
Schwartz erklärte weiter, dass er seit langem der Meinung ist, dass Menschen verkaufen sollten, wenn es ihnen finanziell nützt. Diese Ansicht habe er aus seinen frühen Tagen in der Bitcoin-Community übernommen, wo dieses Prinzip Teil der Kultur war.
Ein Community-Mitglied argumentierte, dass Entwickler die Pflicht hätten, die Token ihrer Projekte zu halten. Schwartz wies diese Argumentation als unlogisch zurück, bestätigte jedoch, dass er immer noch mehr als 1 Million XRP besitzt.
Die $10.000-Frage
In der Preisdebatte äußerte Schwartz eine marktorientierte Argumentation. Berichten zufolge sagte er, dass, wenn eine Gruppe wohlhabender Investoren wirklich an eine 1%ige Chance glaubt, dass XRP $10.000 erreicht, sie bereits massiv investiert hätten. Dieser Kaufdruck hätte den Preis seiner Meinung nach bereits auf mindestens $20 steigen lassen.
Einige Community-Mitglieder sind skeptisch. Sie verweisen auf seine frühere Skepsis gegenüber einem Preis von $0,25 – ein Niveau, das XRP inzwischen überschritten hat – als Grund, seine aktuelle Einschätzung des Potenzials der Kryptowährung zu hinterfragen.
Schwartz hat seine Position nicht revidiert.

