Das ungenutzte Potenzial der „Stillen Reserve“ am deutschen Arbeitsmarkt
Die jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass in Deutschland etwa 3,1 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren bereit wären zu arbeiten, jedoch derzeit nicht aktiv auf Arbeitssuche sind und dem Arbeitsmarkt auch kurzfristig nicht zur Verfügung stehen.
Ein beträchtlicher Anteil dieser Gruppe, knapp 1,8 Millionen, gilt als relativ weit vom aktiven Erwerbsleben entfernt. Innerhalb dieser „Stillen Reserve“ haben 930.000 Personen die Suche nach einer Tätigkeit aufgegeben, da sie davon ausgehen, keine passenden Jobangebote zu finden. Weitere 380.000 Menschen sehen sich durch Betreuungspflichten blockiert.
Besonders in der Altersgruppe der 25- bis 59-Jährigen zeigt sich, dass Betreuungspflichten und gesundheitliche Einschränkungen große Hindernisse darstellen. Mehr als 31 Prozent der Frauen in dieser Gruppe geben an, dass familiäre Betreuungsaufgaben sie von der Arbeitsaufnahme abhalten. Bei den Männern sind gesundheitliche Gründe mit einem Anteil von 35,5 Prozent der häufigste Hemmnisfaktor.
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die „Stille Reserve“ noch 3,2 Millionen Menschen umfasste, bleibt das ungenutzte Potenzial am deutschen Arbeitsmarkt bemerkenswert. Ergänzend dazu stehen etwa 1,5 Millionen Erwerbslose, die aktiv bereit sind, in den Arbeitsmarkt einzutreten.
Damit beläuft sich das gesamte unausgeschöpfte Arbeitskräftepotenzial im Jahr 2024 auf beeindruckende 4,6 Millionen Menschen.

