Das Kinojahr 2025: Ein Comeback für die Lichtspielhäuser
Die deutschen Kinos erfreuen sich wieder wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2025 konnten rund 91,9 Millionen Eintrittskarten verkauft werden, vermeldete die Filmförderungsanstalt (FFA) mit Sitz in Berlin. Diese Zahl stellt ein Plus von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 dar, als etwa 90,1 Millionen Tickets veräußert wurden. Zudem wuchs der Gesamtumsatz der Kinos um erfreuliche 6 Prozent auf circa 924 Millionen Euro, nachdem er 2024 noch bei 868,4 Millionen Euro lag.
Der Vorstand der FFA, Peter Dinges, brachte seine Zufriedenheit über das vergangene Kinojahr zum Ausdruck. Obwohl die Besucherzahlen noch Potential nach oben hätten, sei der Gesamteindruck positiv, erklärte er. Nach einem wenig vielversprechenden ersten Halbjahr starteten die Kinos vor allem im Sommer durch. Besonders der Monat Dezember 2025 stach heraus, in dem über zehn Millionen Kinokarten verkauft wurden – mehr als in jedem anderen Monat des Jahres.
Ein heimischer Erfolg auf der Leinwand wurde von Michael "Bully" Herbigs "Das Kanu des Manitu" erzielt. Die Fortsetzung von "Der Schuh des Manitu" (2001) begeisterte rund fünf Millionen Zuschauer und eroberte damit die Spitze der deutschen Kinocharts. Es ist das erste Mal seit "Fack ju Göhte 3" im Jahr 2017, dass eine deutsche Produktion die Rangliste anführt.
Unter den meistgesehenen Filmen 2025 konnten sich auch Kinderfilme behaupten. Die Liste führt "Das Kanu des Manitu", gefolgt von "Ein Minecraft Film" mit 3,5 Millionen verkauften Tickets, "Lilo & Stitch" mit 3,3 Millionen, "Zoomania 2" mit 3,2 Millionen und "Avatar: Fire and Ash" mit knapp drei Millionen Zuschauern.
Der Anteil deutscher Filme an den Gesamtbesucherzahlen stieg auf 27,4 Prozent, ein bemerkenswerter Anstieg von 6,8 Prozentpunkten gegenüber 2024 und der höchste Wert der letzten fünf Jahre. Die Kosten für einen Kinobesuch erhöhten sich ebenfalls leicht auf durchschnittlich 10,05 Euro pro Karte, was einem Anstieg von 40 Cent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

