Daimler Truck stärkt Wettbewerbsfähigkeit in Europa: Einigung mit Gesamtbetriebsrat erzielt
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat durch die Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat die Grundlage für mehr Wettbewerbsfähigkeit in Europa geschaffen. Wesentliche Aspekte der Vereinbarung umfassen sozialverträglichen Personalabbau, Vergütungsanpassungen und erhöhte Flexibilität durch Zeitarbeit. Betroffen sind etwa 28.000 Beschäftigte an den deutschen Standorten, mit Ausnahme des Bus-Segments.
Im Zuge des Programms "Cost Down Europe" werden sowohl Produktion, als auch Verwaltung und Vertrieb in den Fokus genommen. Dabei soll eine Reduzierung der Personalkosten unter anderem durch natürliche Fluktuation und Altersteilzeit erreicht werden. Ziel ist es, die wiederkehrenden Kosten um über eine Milliarde Euro bis 2030 zu senken.
Ein zentraler Punkt der Vereinbarung ist der zehnjährige Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Zudem soll die Beschäftigungssicherung bis Ende 2034 verlängert werden. Dies sei ein bedeutender Schritt zur Schaffung von Sicherheit für die Mitarbeitenden, wie Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht betonte.
Daimler Truck plant ferner, administrative Dienstleistungen durch Standortverlagerungen oder Outsourcing zu optimieren, wobei stets Wirtschaftlichkeits- und Risikobetrachtungen vorausgehen. Die Quote für Leiharbeit wurde einheitlich auf 18 Prozent festgelegt, um mehr Flexibilität zu ermöglichen.
Besonders wichtig ist eine Neuregelung zur Ergebnisbeteiligung, damit die Belegschaft angemessen vom Unternehmenserfolg profitieren kann. Vorstand Achim Puchert zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Perspektiven der deutschen Standorte. Laut Brecht bietet die Einigung den Beschäftigten eine stabile Grundlage in bewegten Zeiten.

