Cybersicherheit im Orbit: Esa investiert in schützendes Bollwerk
Die Europäische Raumfahrtbehörde Esa verstärkt ihre Schutzmaßnahmen gegen die stetig wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe. Laut Rolf Densing, dem Esa-Direktor für operativen Betrieb, ähnelt der Kampf gegen Cyberkriminelle einem regelrechten Wettrüsten. Diese Ankündigung fiel bei der Vorstellung eines neuen, millionenschweren Cybersicherheitszentrums im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt.
Das Cyber Security Operations Center zielt darauf ab, die Sicherheit von 28 Satelliten, Bodenstationen und Kontrollsystemen vor fremden Eingriffen zu gewährleisten. Der Gedanke daran, dass Unbefugte das Kommando über Satelliten übernehmen könnten, ist beunruhigend, so Densing.
Für die Entwicklung des Zentrums arbeiteten die Entwickler eng mit einem Industriekonsortium zusammen. Bereits seit fünf Jahren wird an Standorten in Darmstadt und Belgien daran gearbeitet. Das gesamte Projekt wird bis Ende 2026 voraussichtlich rund 26 Millionen Euro kosten.
Die Raumfahrtinfrastruktur gewinnt zunehmend an Bedeutung für die europäische Wirtschaft und Gesellschaft. Laut Esa sind neben Unternehmen auch Energienetze, Finanzmärkte und Versorgungsketten immer stärker von Satelliten abhängig. Daher sind umfassende Vorkehrungen gegen potenzielle Cyberattacken unerlässlich.

