Cyberangriff sorgt weiterhin für Chaos am Flughafen BER
Der Berliner Flughafen BER kämpft weiterhin mit den Nachwirkungen eines massiven Cyberangriffs auf sein IT-System, wodurch er sich laut einer Sprecherin noch immer im "Ausnahmemodus" befindet. Das System zur Passagier- und Gepäckabfertigung ist nach wie vor gestört, was auch heute wieder zu Verspätungen führte, äußerte Flughafensprecher Axel Schmidt zur Deutschen Presse-Agentur.
Trotz der anhaltenden Komplikationen wurden bisher nur drei Flüge für den heutigen Tag gestrichen. Am Morgen herrschte an den Terminals eine ungewohnt ruhige Atmosphäre. Bereits am Mittwoch waren achtzehn Flüge – zwölf Abflüge und zwölf Ankünfte – aufgrund der Störungen abgesagt worden.
Um die entstandenen Probleme zu bewältigen, unterstützen Feuerwehr und Asphaltdienst weiter bei der Gepäcksortierung. Die Airlines und Bodenabfertigungsunternehmen mobilisieren mehr Personal und implementieren teilweise eigene Systeme, um die Lage zu entschärfen. Schmidt erklärte optimistisch: "Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Situation zu stabilisieren."
Die Ursache des Chaos war ein Cyberangriff auf den IT-Dienstleister Collins Aerospace, eine Tochterfirma des US-Konzerns RTX, der am Freitagabend begann. Der Angriff legte wichtige elektronische Systeme lahm, die nicht nur Berlin, sondern auch Flughäfen in Brüssel, Dublin und London (Heathrow) beeinträchtigte. Andere große deutsche Flughäfen blieben zum Glück verschont. In Großbritannien wurde ein Verdächtiger in Zusammenhang mit dem Angriff festgenommen, jedoch unter Auflagen wieder freigelassen.

