Cyber Dome für Deutschland: Innenminister plant massive Aufrüstung im digitalen Schutz
In einer Zeit, in der digitale Angriffe an der Tagesordnung sind, plant Innenminister Alexander Dobrindt eine drastische Aufrüstung der deutschen Cybersicherheitsinfrastruktur. Bei seinem Besuch im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn verkündete Dobrindt die Entwicklung eines 'Cyber Dome' für Deutschland. Dieser soll eine Mischung aus militärischem und zivilen Schutz bieten und damit die bisherige Verteidigungsstrategie auf ein neues Niveau heben.
Das BSI wird hier eine Kernrolle einnehmen, insbesondere das nationale IT-Lagezentrum, das als Frühwarnsystem für digitale Bedrohungen fungiert. Um diesen Ambitionen gerecht zu werden, plant die Bundesregierung bis 2026 eine Erhöhung des Budgets für Cybersicherheit um etwa 50 Prozent. Diese Investitionen sind dringend notwendig, um die immer komplexer werdenden Angriffe auf Computersysteme und Netzwerke abwehren zu können.
Bereits zuvor, bei einem Besuch in Israel, hatte Dobrindt die Vision eines digitalen Schutzschilds gegen Spionage und Sabotage geäußert und dabei auf die Zusammenarbeit mit dem technologisch führenden Israel gesetzt. Die Bedrohungslage im digitalen Raum hat nicht nur abstrakt zugenommen, sondern ist auch konkret in ihrer Reichweite gestiegen. Unternehmen und öffentliche Verwaltungen kämpfen zunehmend gegen Angriffe, die oft das Ziel haben, Daten zu verschlüsseln und Lösegeld zu erpressen. Daher sieht sich das BSI in der Pflicht, gezielt Unterstützung bei der Entwicklung neuer Abwehrmechanismen zu leisten.

