CTS Eventim überrascht mit starkem Wachstum im dritten Quartal
Der Ticketvermarkter CTS Eventim konnte im dritten Quartal 2023 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern. Dank der positiven Entwicklung im Ticketing-Geschäft sowie erfolgreicher Live-Veranstaltungen sieht sich CEO Klaus-Peter Schulenberg in der Lage, das Ziel eines moderaten Wachstums für das laufende Jahr weiterhin zu verfolgen – eine Zielsetzung, die nach einem schwankenden ersten Halbjahr unsicher erschien.
Trotz der insgesamt trüben Börsenstimmung reagierten die Anleger erfreut auf die bekanntgegebenen Zahlen. Die CTS Eventim-Aktie, die im MDax gelistet ist, legte im morgendlichen Handel stark zu und erreichte zeitweise ein Plus von über zwölf Prozent. Zuletzt notierte das Papier mit einem Zuwachs von 8,2 Prozent bei 81,95 Euro. Am Vortag hatte die Aktie noch einen Verlust von fünf Prozent hinnehmen müssen, erreichte jedoch nun wieder das Kursniveau vom Jahresbeginn.
Analysten zeigten sich beeindruckt: Olivier Calvet von UBS bezeichnete das verbesserte operative Ergebnis im Bereich Live Entertainment als unerwartet positiv und hob seine Prognosen an. Annick Maas von Bernstein Research sprach von erlöster Stimmung nach einem enttäuschenden zweiten Quartal, während Alexandre Desprez von der Baader Bank die aktuellen Zahlen als übererfüllte Management-Zusagen würdigte.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Überschuss von 56,2 auf 59,8 Millionen Euro, wie CTS Eventim bereits vorab mitteilte. Der Umsatz konnte um beachtliche 3,5 Prozent auf 854,2 Millionen Euro zulegen, mit robustem Wachstum in beiden Geschäftssegmenten.
Das Segment Ticketing setzte seinen Wachstumskurs fort, auch wenn das Vorjahresquartal durch einmalige Umsätze, etwa aus den Olympischen Spielen Paris 2024, begünstigt war. Im Segment Live Entertainment verbesserte sich die Profitabilität signifikant. Insgesamt stieg das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) des Konzerns um 13,8 Prozent auf 137,3 Millionen Euro und die Profitabilität erhöhte sich um 1,5 Prozentpunkte auf nun 16,1 Prozent.

