Bittensor (TAO) verzeichnet 70% Kursanstieg: Gründe und Ausblick

Bittensor (TAO) hat sich in diesem Monat als einer der stärksten Performer auf dem Markt hervorgetan und ist in den letzten 30 Tagen um etwa 73% gestiegen, während größere Kryptowährungen nur eine bescheidene Erholung zeigten.
NVIDIA-Anerkennung treibt TAO-Rallye an
Ein wesentlicher Katalysator für den Anstieg von Bittensor war die öffentliche Anerkennung durch eine bedeutende Persönlichkeit aus der Technologiebranche. NVIDIA-CEO Jensen Huang hat kürzlich das dezentrale KI-Training, das Bittensor als Kernanwendung unterstützt, als praktikablen Ansatz anerkannt, nachdem er von den neuesten technischen Fortschritten des Projekts erfahren hatte.
Diese Bestätigung hat das Interesse der Investoren an der Bittensor-Blockchain verstärkt, da sie das Konzept validiert, dass das Training großer Sprachmodelle (LLMs) außerhalb zentralisierter Rechenzentren möglich ist. Ein bemerkenswerter Erfolg von Bittensor ist das Training des Covenant-72B, eines 72-Milliarden-Parameter-LLMs, durch eine dezentrale Zusammenarbeit von über 70 Mitwirkenden mit handelsüblicher Hardware.
Dieser Erfolg ist bedeutsam, da das Training von Modellen in dieser Größenordnung normalerweise erhebliche Kapitalinvestitionen und streng kontrollierte Infrastruktur erfordert. Der Nachweis, dass ein solches Modell dezentral trainiert werden kann, verleiht Bittensors These Glaubwürdigkeit, dass Subnetze bedeutende Rechenleistung mobilisieren können, um wirtschaftlich wertvolle Dienste zu schaffen.
Risiken für Bittensor bei mangelnder Skalierung der Subnetze
Analyst Alex Carchidi hebt auch die Tokenomics von TAO als potenziellen Vorteil hervor. Die Angebotsdynamik der Kette ähnelt teilweise der von Bitcoin (BTC), was Carchidi für eine langfristige Wertsteigerung attraktiv findet, sofern das Netzwerk weiterhin gefragte Dienste produziert.
Dennoch warnt er vor einem kritischen Mangel des Projekts: Bisher haben die Subnetze keine robuste, nachhaltige Nachfrage gezeigt, die sich in bedeutenden externen Einnahmen niederschlägt.
Die aktuelle Wirtschaftslage unterstreicht diese Bedenken. Die Verteilung der neu geschaffenen TAO führt dazu, dass das führende Subnetz jährlich etwa $52 Millionen an Subventionen von der Kette erhält, während es maximal etwa $2,4 Millionen an externen Einnahmen generiert. Im gesamten Bittensor-Netzwerk liegen die Einnahmen auf der Nachfrageseite zwischen etwa $3 Millionen und $15 Millionen pro Jahr, bei einer Marktkapitalisierung des Tokens von etwa $3,3 Milliarden.
Carchidi schlussfolgert, dass diese Zahlen eine „Bewertungsdiskrepanz“ schaffen, die den Preis von TAO gefährden könnte, falls die Subnetze ihre Einnahmen nicht erheblich steigern.
Wichtige Kursmarken im Blick
Technische Niveaus fügen dem Ausblick eine weitere Dimension hinzu. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde TAO bei etwa $308 gehandelt, mit einem unmittelbaren Widerstand bei etwa $315, nachdem es in der vergangenen Woche nicht gelungen war, sich darüber zu konsolidieren.
Analyst Ali Martinez hatte zuvor ein wichtiges Szenario für den Bittensor-Token skizziert. Sollte das Unterstützungsniveau von $315 halten, könnte die Rallye in Richtung $580 fortgesetzt werden. Dies macht das $315-Niveau zu einem der wichtigsten, das derzeit zurückerobert werden muss.
Allerdings trug die Unfähigkeit der letzten Woche, den mittelfristigen Widerstand bei $378 zu überwinden, zum Rückgang auf $308 bei, wodurch TAO fast 60% unter seinem Allzeithoch von $757 liegt.

