CSU erteilt Idee der NATO-Bodentruppen in der Ukraine eine Absage
Die Christlich-Soziale Union (CSU) hat klare Worte gefunden, wenn es um das Szenario der Entsendung von NATO-Soldaten zur Unterstützung der Ukraine im Konflikt gegen Russland geht: Eine solche Maßnahme steht für die Partei nicht zur Debatte. Mit Nachdruck erklärte Alexander Dobrindt, der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, dass Deutschland und Europa weiterhin auf den Weg vertrauen sollten, die ukrainische Verteidigungsfähigkeit mit einer kontinuierlichen Bereitstellung von militärischer Ausrüstung und Munition zu stärken. Die Entsendung von Bodentruppen betrachtet die CSU hingegen nicht als eine geeignete oder gar mögliche Option.
Diese resolute Ablehnung der CSU ist auch als Reaktion auf Äußerungen des französischen Staatsoberhauptes Emmanuel Macron zu verstehen, der einen solchen Schritt nicht kategorisch ausschließen wollte – eine Haltung, die ebenfalls vom deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) nicht geteilt wird. Scholz hatte sich gegen den Einsatz von Bodentruppen ausgesprochen.
Das Ziel, laut Dobrindt, sei es, der Ukraine die militärische Stärke an die Hand zu geben, die notwendig ist, um das eigene Territorium erfolgreich zu verteidigen und die russischen Truppen in die Schranken zu weisen. Einen effektiven Pfad hierfür sieht der Landesgruppenchef in einer zuverlässigen Waffen- und Munitionslieferung, ohne die Präsenz von NATO-Bodentruppen. (eulerpool-AFX)

