Crocs-Aktie stürzt ab: Umsatzprognose und makroökonomische Herausforderungen belasten
Die entwicklungsfreudige Aktienwelt erlebt erneut eine dramatische Episode: Das amerikanische Unternehmen hinter den ikonischen Crocs-Gummischuhen musste einen fast 30-prozentigen Rückgang seines Börsenwerts hinnehmen. Diese markante Talfahrt resultiert in erster Linie aus der kürzlich veröffentlichten, unerwartet pessimistischen Umsatzprognose. Für das laufende Quartal plant Crocs mit einem Rückgang der Erlöse um bis zu elf Prozent, was in der Investorenlandschaft für erhebliches Stirnrunzeln sorgte.
Geschäftsführer Andrew Rees wies während einer Analystentelefonkonferenz auf eine allgemeine Kaufzurückhaltung der US-Verbraucher bei nicht-essenziellen Produkten hin – ein Umstand, der die aktuellen Probleme des Schuhherstellers noch verstärkt. Ein zusätzlicher Kostendruck in Höhe von 40 Millionen Dollar wird dem Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte durch die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Importzölle entstehen. Rees warnt zudem davor, dass Preisanpassungen die ohnehin gebremste Kauflust weiter dämpfen könnten.
Langfristig erwartet Rees jedoch einen Popularitätszuwachs klassischer Sportschuhe durch die bevorstehenden Großereignisse Fußball-WM 2026 und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Trotz des dramatischen Tagesverlustes schloss die Crocs-Aktie ihren Handelstag schließlich mit einer nachbörslichen Erholung von gut drei Prozent ab.
Auch die jüngsten Quartalszahlen offenbaren Kontraste: Während die Umsätze der Mutterfirma, zu der auch die Marke Heydude zählt, im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf etwa 1,15 Milliarden Dollar kletterten, steht am Ende ein Verlust von beeindruckenden 492 Millionen Dollar. Gründe hierfür sind insbesondere Wertkorrekturen beim Markenwert von Heydude. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal konnte noch ein Gewinn von rund 229 Millionen Dollar verbucht werden.

