Crimson Desert: 13 Minuten Gameplay enthüllen Bosskampf & neue Fähigkeiten
Während die Gaming-Welt ihren Blick fest auf die bevorstehende Gamescom gerichtet hatte, um endlich einen neuen, tiefen Einblick in das sagenumwobene Crimson Desert zu erhaschen, hat Entwickler Pearl Abyss die Spielregeln kurzerhand selbst neu geschrieben. Ohne Vorwarnung, ohne den zeremoniellen Pomp einer großen Bühnenshow, wurde ein über 13 Minuten langes, ungeschnittenes Gameplay-Epos auf die Welt losgelassen. Es ist kein Teaser, kein Appetithappen, sondern ein ungeschöntes, brutales und atemberaubend inszeniertes Stück aus dem Herzen des Spiels, das den Protagonisten Kliff in einer Mission zeigt, die das Schicksal eines ganzen Königreichs besiegeln könnte.
Eine Symphonie aus Stahl und Feuer
Das, was Pearl Abyss hier offenbart, ist die pure, unverfälschte Essenz einer mittelalterlichen Belagerung. Wir werden Zeuge, wie Kliff an der Seite der gewaltigen calphadeanischen Armee auszieht, um eine von Verrätern besetzte Festung zurückzuerobern. Die schiere Skala ist überwältigend. Die Luft ist erfüllt von der Kakofonie des Krieges – dem Donnern der Kanonen, die feindliche Wachtürme in Splitter und Staub zerlegen, dem Schreien der Soldaten und dem unaufhörlichen Klirren von Klingen. Inmitten dieses Infernos entfesselt Kliff ein ganzes Arsenal an neuen Fähigkeiten und Waffen. Wir sehen ihn mit einem Speer, wie er mit tödlicher Präzision zustößt, nur um im nächsten Moment einen schweren Angriff aufzuladen, der in einer gewaltigen Eruption elementarer Energie mündet. Dann wieder pflügt er wie ein Phantom durch die feindlichen Reihen, ein wirbelnder Tanz aus Schnitten, der eine Schneise der Zerstörung hinterlässt.
Das Duell um das Schicksal eines Königreichs
Nachdem er sich durch das belagerte Vorland gekämpft und einen Kameraden gerettet hat, erreicht Kliff die Burgmauern und trifft auf seinen hühnenhaften, Axt-schwingenden Verbündeten Oongka. Hier gipfelt die Demonstration in einem Duell, das an Intensität kaum zu überbieten ist. Der Gegner: Cassius Morten, ein Verräter des Reiches und ein formidabler Krieger. Doch dies ist kein gewöhnlicher Bosskampf. Pearl Abyss demonstriert eindrucksvoll die interaktive Zerstörungskraft ihrer Welt. In einem Akt brachialer Entschlossenheit nutzt Kliff die Umgebung selbst als Waffe, reißt eine massive Steinsäule aus ihrem Fundament und schmettert sie seinem Widersacher mit unbändiger Wucht entgegen. Es ist ein Moment, der die spielerische Freiheit und die dynamische Physik des Spiels eindrucksvoll zur Schau stellt. Der finale Akt, in dem Kliff nach dem Sieg auf einem Greifen in den Himmel steigt, um das Leuchtfeuer des Sieges zu entzünden, ist der krönende, Gänsehaut erzeugende Abschluss dieser epischen Machtdemonstration.
Ob diese atemberaubende Sequenz Teil der spielbaren Gamescom-Demo sein wird, bleibt abzuwarten. Was aber feststeht, ist, dass Pearl Abyss die Messlatte für Action-RPGs mit diesem Einblick in eine neue, schwindelerregende Höhe gelegt hat. Die Welt von Pywel wartet, und ihr erster Schlachtruf hallt lauter und beeindruckender als je zuvor.


