CPB vor dem Aus: US-Rundfunklandschaft unter Druck
Ein unerwarteter Schlag trifft den öffentlichen Rundfunk in den USA: Die Corporation for Public Broadcasting (CPB), eine Schlüsselorganisation für die Finanzierung, stellt ihren Betrieb ein. Mit dem Ausstieg der CPB, die bekam ein Großteil der Belegschaft bis Ende September die Kündigung. Ein Übergangsteam wird den Betrieb bis zur vollständigen Schließung im Januar aufrechterhalten.
Die Präsidentin der CPB, Patricia Harrison, drückte ihre Sorge aus, trotz massiver Unterstützung durch die amerikanische Bevölkerung den Betrieb einstellen zu müssen. 'Die Herausforderungen sind überwältigend', kommentierte sie die Situation. Der Hintergrund dieser Entscheidung liegt in einem neuen Gesetz, das von der republikanischen Mehrheit im US-Kongress verabschiedet wurde und Einsparungen von rund neun Milliarden US-Dollar vorsieht. Davon betroffen sind auch die zwei bereits zugesagten 1,1 Milliarden Dollar für die CPB.
Kritiker sehen in diesen Maßnahmen eine Bedrohung für die Bildungsversorgung und die unabhängige Medienlandschaft der USA. Die CPB, die seit 1967 Bundesmittel an öffentliche Rundfunkanstalten verteilt, hat zahlreichen Organisationen wie National Public Radio (NPR) und Public Broadcasting Service (PBS) geholfen. Insgesamt werden mehr als 1.500 lokale TV- und Radiosender von der CPB unterstützt.
Die Trump-Regierung rechtfertigt die Einsparungen als Rückkehr zu fiskalischer Vernunft. Sprecherin Karoline Leavitt kritisierte die Verwendung von Bundesmitteln durch NPR und PBS zur Förderung einer 'linken Agenda'. Demokraten warnen hingegen, dass die existenziellen Kürzungen lokale Sender, besonders in ländlichen und abgelegenen Gebieten, stark gefährden.

