Commerzbank: Ein Zwischenbericht zwischen Hoffnung und Herausforderung
Die Commerzbank sieht sich zur Jahresmitte einer gemischten Bilanz gegenüber. Obwohl die aktuellen Erträge des Finanzinstituts gestiegen sind, bleibt der Gewinn wegen verschiedener Faktoren hinter den Erwartungen zurück. Analysten haben festgestellt, dass die gesunkenen Zinsen, ein Problem, das viele Banken belastet, auch bei der Commerzbank deutliche Spuren hinterlassen.
Zudem belasten hohe Einmalkosten, die im Zuge eines umfassenden Konzernumbaus anfallen, das Ergebnis. Der Umbau geht mit einem erheblichen Stellenabbau einher und soll die Bank für mögliche Übernahmeversuche, insbesondere seitens der Unicredit, wappnen. Unicredit, die inzwischen 20 Prozent der Anteile hält, zeigt Interesse, ihre Präsenz bei der Commerzbank auszubauen.
Am Mittwochmorgen wird die Bank ihre neuesten Zahlen präsentieren. Experten prognostizieren einen Ertragsanstieg im zweiten Quartal um zwölf Prozent verglichen mit dem Vorjahr, auf fast drei Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss könnte jedoch auf etwas über zwei Milliarden Euro sinken. Der Gewinn wird auf 369 Millionen Euro geschätzt, was einem Rückgang um etwa ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

