Commerzbank-Aktienrally durch Abstufung gestoppt
Der leidenschaftliche Höhenflug der Commerzbank-Aktien erhielt zu Wochenbeginn durch eine Abstufung der Deutschen Bank einen abrupten Dämpfer. Die Titel des Kreditinstituts verzeichneten am Vormittag einen Rückgang von 3,9 Prozent und notierten somit bei 35,85 Euro als schwächster Wert im Dax. Analyst Benjamin Goy führte die Rücknahme der Kaufempfehlung auf die nunmehr hohe Bewertung der Commerzbank zurück.
Doch trotz dieses Rückschlags sind die Werte seit Jahresbeginn immer noch um beeindruckende 128 Prozent gestiegen und lassen damit nur Rheinmetall mit einem Zuwachs von 170 Prozent im Dax den Vortritt. Betrachtet man den Zeitraum seit August des vergangenen Jahres, hat sich der Wert der Commerzbank-Aktien sogar etwa verdreifacht. Die Rallye wurde insbesondere durch das Übernahmeinteresse der italienischen Unicredit angefeuert – ein Vorhaben, gegen das die Commerzbank ankämpft. So wurden jüngst sowohl die Gewinnziele für das Jahr 2025 als auch die Renditeziele für die kommenden Jahre nach oben korrigiert.
Dazu lockt Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp die Aktionäre mit attraktiveren Ausschüttungen. Analyst Goy bleibt der Commerzbank-Aktie weiterhin wohlgesonnen und stufte das Kursziel von 33 auf 35 Euro hoch, begleitet von einem "Hold"-Votum. Die anhaltend positive Perspektive begründete er mit der zunehmenden Profitabilität und den Kapitalrückflüssen.

