CNBC startet deutschsprachigen Wirtschaftssender für den DACH-Raum
Prominente Investoren aus Finanz- und Energiewirtschaft
Zu den Mitgesellschaftern des neuen Senders zählt Alexander Schütz, Gründer des österreichischen Asset Managers C-Quadrat Investment. Schütz hatte das Unternehmen 1991 aufgebaut und später zu einem der bekanntesten Vermögensverwalter Österreichs entwickelt, mit Schwerpunkten auf Pensionsfonds, quantitativen Strategien und alternativen Anlagen.
Ebenfalls beteiligt ist Benjamin Lakatos, Gründer des Schweizer Energieunternehmens MET Group mit Sitz in Baar. Der Konzern erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro. Lakatos hatte im Herbst 2025 die operative Führung an seinen Nachfolger abgegeben und engagiert sich nun als Investor in dem Medienprojekt.
Redaktionelles Netzwerk in fünf Finanzzentren
Die Redaktion von CNBC DACH soll dezentral organisiert sein und aus mehreren Wirtschaftsmetropolen arbeiten: Frankfurt, Berlin, München, Zürich und Wien. Damit will der Sender sowohl die großen Finanzplätze als auch die politischen Entscheidungszentren im deutschsprachigen Raum abdecken.
Geplant ist eine enge inhaltliche Verzahnung mit dem globalen CNBC-Netzwerk, das vor allem für seine Börsenberichterstattung und seine Nähe zu den internationalen Kapitalmärkten bekannt ist. Ziel ist es, internationale Finanz- und Konjunkturthemen stärker aus einer DACH-Perspektive aufzubereiten.
Medienmanager mit internationaler Erfahrung
Die Geschäftsführung übernimmt Rusmir Nefic. Der Medienmanager war zuvor am Aufbau von Senderablegern von CNN, Bloomberg und Euronews in verschiedenen Ländern beteiligt. Auf LinkedIn bezeichnet er CNBC DACH als die „viertgrößte Mediaplattform“, die er in seiner Karriere entwickle.
Sein Anspruch: eine „seriöse, unabhängige Plattform für deutschsprachige Wirtschaftsmedien“ zu schaffen. Damit positioniert sich der Sender klar im Premiumsegment – mit Fokus auf Kapitalmärkte, Unternehmensberichterstattung, Geldpolitik und geopolitische Risiken.
Wettbewerb im Markt für Wirtschaftsmedien verschärft sich
Mit CNBC DACH tritt ein weiterer international verankerter Akteur in den bereits stark umkämpften Markt für Wirtschaftsnachrichten ein. In Deutschland dominieren bislang Formate von Handelsblatt, Wirtschaftswoche, n-tv und Bloomberg TV. Der neue Sender könnte insbesondere für institutionelle Investoren, Family Offices und vermögende Privatanleger interessant werden, die eine stärkere Verzahnung von globaler Marktanalyse und regionaler Einordnung suchen.
Ob sich CNBC DACH als feste Größe im deutschsprachigen Medienmarkt etablieren kann, wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, die internationale Marke mit eigenständigem, lokal relevantem Journalismus zu verbinden – und damit eine Lücke zwischen globalem Finanzfernsehen und nationaler Wirtschaftsberichterstattung zu schließen.


