Chiquita kehrt nach Panama zurück: Einigung in Brasília erzielt
Der internationale Fruchtkonzern Chiquita plant, seine Produktionsaktivitäten in Panama wieder aufzunehmen, einige Monate nachdem 6.500 streikende Mitarbeiter entlassen und der Betrieb nach Costa Rica verlagert wurden. Die Entscheidung, die eine signifikante Wende in der angespannten Beziehung zwischen dem Unternehmen und den panamaischen Arbeitern darstellt, wurde nach einem Treffen des panamaischen Präsidenten Raúl Mulino mit dem Chiquita-Vorsitzenden Carlos Lopez Flores in Brasília bekannt gegeben.
Erst einmal wird jedoch nur die Hälfte der Belegschaft, etwa 3.000 Arbeiter, zurück in den Dienst gestellt, während weitere 2.000 zu einem späteren Zeitpunkt folgen sollen. Laut dem von beiden Parteien unterzeichneten Memorandum plant Chiquita, bis spätestens Februar wieder den Betrieb in vollem Umfang aufzunehmen. Präsident Mulino äußerte sich optimistisch über die zukünftige Zusammenarbeit und betonte, dass er sich für die Wirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Handel eingesetzt habe.
Der Konflikt, der zu der drastischen Maßnahme der Entlassung geführt hatte, war durch einen Streik der Bananenarbeiter ausgelöst worden. Dieser Streik hatte seinen Ursprung in Protesten gegen eine Rentenreform und dauerte fast zwei Monate. Die Reaktion von Chiquita auf diese Arbeitsniederlegung führte zu einer Eskalation der Situation, welche die panamaische Regierung veranlasste, einen regionalen Ausnahmezustand zu verhängen. Bananen sind das Hauptausfuhrgut Panamas und die Entscheidung, den Betrieb wieder aufzunehmen, ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Beziehungen.

